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Eine Marke will gepflegt werden

Eine Marke will gepflegt werden

Eine Marke will gepflegt werden

Beitrag von Timotheus Höttges, Vorstand Finanzen Deutsche Telekom AG

Timotheus Höttges, Vorstand Finanzen Deutsche Telekom AG
Timotheus Höttges, Vorstand Finanzen Deutsche Telekom AG

„Made in Solingen“ – aus Marketingsicht lässt die Stadt eigentlich keine Wünsche offen: Wir haben hier einen starken Markenkern rund um Messer und Scheren, eine 700 Jahre alte Geschichte als Wirtschaftmetropole und – weltweit einzigartig – einen markenrechtlich geschützten Stadtnamen. „Klingenstadt Solingen“ steht sogar auf unseren Ortsschildern.

Aber selbst eine Weltmarke muss sich in Zeiten harten Wettbewerbs kontinuierlich behaupten. Auf Erfolg darf man sich nicht ausruhen, denn auch das beste Produkt muss gepflegt und weiterentwickelt werden. Aus meiner Sicht sind es vor allem vier Dinge, mit denen unsere Stadt wieder zu alter Stärke finden kann:

1. Neues wagen!
Das beste Produkt nutzt nichts, wenn es den Weg zum Kunden nicht findet. Und das heißt im Jahr 2013: Ohne Internet geht es nicht mehr. 42 Millionen Menschen und damit mehr als die Hälfte aller Deutschen haben im vergangenen Jahr online eingekauft, bei den jüngeren Internetnutzern waren es sogar 90 Prozent. Hier hat Solingen zweifellos Nachholbedarf. Die Portale „Solingen-Like“ und „Cutero“ sind genau der richtige Schritt in Richtung „Klingenstadt 2.0“.

2. Fokus beibehalten!
In einer digitalisierten und globalisierten Welt, in der Waren aus jedem Winkel der Erde mit einem Mausklick verfügbar sind, muss man sich als Hersteller differenzieren: zum Beispiel durch konsequente Spezialisierung und durch herausragende Qualität. Genau dafür steht Solingen buchstäblich seit Jahrhunderten. Das ist ein echtes Pfund, das wir in die Waagschale werfen können. Qualität zahlt sich aus!

3. Marke weiterentwickeln!
Menschen und ihre Wünsche, Märkte und ihre Strukturen ändern sich. Starke Marken begegnen diesem Wandel auf zwei Arten. Zum einen erstarren sie nicht, bleiben nicht stur stehen, sondern entwickeln sich weiter, stets am Puls der Zeit. Zum anderen bleiben sie gerade in stürmischen Zeiten sich selbst immer treu, sind verlässlich, als Fels in der Brandung.
„Made in Solingen“ ist zwar ein Pfund, gewiss, muss aber dennoch übersetzt werden in ein „Markenerlebnis“, in eine emotionale Erlebniswelt. Das ist nicht nur eine Frage der richtigen Inszenierung, sondern geht mitunter tief an die Produktsubstanz. Insofern geht jedem Marken-Relaunch eine saubere Analyse des Angebotes, der Kundenwünsche und der Strukturen voraus. So etwas geht nicht von heute auf morgen, sondern muss langfristig geplant und nachhaltig umgesetzt werden.

4. Bodenständigkeit nicht verlieren!
Bodenständigkeit bedeutet für mich die richtige Mischung aus Demut und Selbstbewusstsein: Demut vor der Vergangenheit, vor der großen Geschichte dieser Stadt und der Leistung unserer Väter und Großväter. Aber auch eine gesunde Portion Selbstbewusstsein, um mit Optimismus in die Zukunft zu blicken. Denn unsere Stadt bringt alles mit, was eine erfolgreiche Wirtschaftsregion braucht.

Wenn wir diese Punkte beherzigen, mache ich mir um Solingen keine Sorgen. Ich sehe unsere Stadt auf gutem Weg, dem Siegel „Made in Solingen“ zu neuem Glanz zu verhelfen.

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG, Interview aus dem Jahr 2013

Knösterpitter, Krentekacker und Nöüschier

Unsere Kampagne: Sind Sie ein Nöuschier??!

Dann zeichnet Sie Wissensdurst aus und Sie lesen jetzt weiter. Der „Nöuschier“ ist wie der „Krentekacker“ (ein Mensch, der es genau nimmt) und der „Knösterpitter“ (jemand, der gern an einer guten Lösung tüftelt) ein Solinger Original. Erfindungsreichtum, Neugierde, und Genauigkeit sind Solinger Eigenschaften, die unsere Stadt in ihrer 700-jährigen Geschichte erfolgreich machten – und heute noch die weitere Entwicklung der Marke Solingen vorantreiben.

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Kein Wunder also, dass wir auf diesen Eigenschaften unsere Kampagne aufbauen. Es ging uns darum, etwas für unseren Standort Typisches mit einem ausgefallenen Motiv zu verbinden. Eine Kampagne sollte unserem Verständnis nach authentisch sein, glaubwürdig und für den Standort gültig sein, auch noch in zehn Jahren. Das geht nur, wenn wir die Menschen hier vor Ort mitnehmen. Wir müssen die Seele der Menschen treffen und berücksichtigen, was unseren Standort von allen anderen möglichen Standorten unterscheidet.

So ist auch der Begriff „Krentekacker“ letztlich unübersetzbar. Aber er macht stattdessen etwas ganz anderes möglich: Stellen Sie sich vor, ein Niederländer, der die Solingen Messe besucht, spricht Sie auf diesen Begriff an. Was passiert? Sie geraten plötzlich in ein sehr unterhaltsames Gespräch, das sich um die Unverwechselbarkeit und Einzigartigkeit unseres Standortes dreht.
Immerhin. Das erfordere Mut zu einer inneren Haltung, meinen Sie? Wir stimmen Ihnen zu. Doch genau das ist Solingen, eine Weltstadt zwischen Tradition und Aufbruch, ein einzigartiges Terrain im globalen Dorf.

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Ein Solinger Original wird 175!

Stadt-Sparkasse Solingen

Ein Solinger Original wird 175!

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Der Schmied von Solingen: Michael Bauer-Brandes, Leiter der Solinger Event-Schmiede und ebenfalls Aussteller auf der Solingen-Messe, unterstütze die Kampagne der Stadt-Sparkasse.

Ein Großereignis wie die Solingen-Messe ist ohne ihre Sponsoren kaum denkbar. So unterstützt auch die Stadt-Sparkasse dieses Event seit seiner ersten Stunde. Als  größter Finanzdienstleister in  Solingen gehört es zu ihrem Selbstverständnis, sich in der Stadt gesellschaftlich und kulturell zu engagieren. Nur wenige Unternehmen sind so stark mit der Stadt und ihrer Geschichte verbunden wie die 1840 gegründete Sparkasse. Vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen, die das Leben in der Klingenstadt prägen, hat das Kreditinstitut bereits zum Erfolg verholfen – wohl wissend, wie beschwerlich der Weg zur Spitze sein kann. Und ganz hoch hinaus trägt die Stadt-Sparkasse Solingen auch Besucher der Solingen-Messe - vorausgesetzt, sie drehen ihre Runden in der richtigen Zeit.

Wer es rasant mag, ist am Stand der Sparkasse genau richtig. Hier verspricht der Wettkampf an der Carrera-Bahn einen riesen Spaß. Auf eine spektakuläre Fahrt kann sich auch der Gesamtsieger des Messe-Wochenendes freuen. Hoch in die Lüfte über das Bergische Land geht es für den schnellsten Fahrer mit dem Sparkassen-Heißluftballon der besonderen Art. Zur Stärkung bietet die Stadt-Sparkasse Solingen frische bergische Waffeln, kleine Burger Brezel sowie Kaffee aus der Dröppelminna. Gleich nebenan erleben die Besucher das Jubiläumsmotto bei der Foto- Aktion „Ich bin ein Solinger Original!“ hautnah.

Zum Fotoshooting wurden auch dreizehn Solinger an ganz typische Orte gebeten. Fern von Model-Allüren, echt und natürlich entstanden Bilder für die Jubiläums-Kampagne „Solinger Originale“. Der Schmied, der Schleifer, der O-Bus-Fahrer, das Miss Zöpfchen und einige mehr – Menschen, die für Tradition und Beständigkeit stehen an Orten, die das Solinger Stadtbild prägen. Alle Kampagnen-Motive sind natürlich auf dem Messestand zu sehen.

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Gedruckt in die Zukunft

3D-Netzwerk Solingen

Gedruckt in die Zukunft

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Medienberichte über 3D-Druckverfahren sind spektakulär. Zum Beispiel die Tests der NASA auf der ISS. Hier sollen 3-Drucker nicht nur wichtige Ersatzteile herstellen, sondern auch der Nahrungszubereitung dienen und beispielsweise Böden für die Herstellung einer Pizza ausdrucken. Noch laufen die Tests und bisher kann der NASA-Drucker auch nur Plastik verarbeiten. Alles deutet allerdings daraufhin, dass die 3D-Druck-Technologie nicht nur die Industrie, sondern unser gesamtes Alltagsleben auf den Kopf stellen wird. Bleiben wir aber erst einmal bei der Industrie: „Additive Fertigung“ ist hier das Stichwort. Gemeint ist, dass ein Werkstoff für die Herstellung eines Bauteils „schichtweise“ hinzugefügt wird. Fräsen, Bohren und Drehen würden damit der Vergangenheit angehören. Vom Werkzeugbau bis hin zu individuellen Kleinstserieren bieten sich der Industrie damit völlig neue Möglichkeiten. 

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Technik, die begeistert. Am 3D-Drucker begutachten Frank Balkenhol, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Solingen, Prof. Dr. Ing. Sebastian Weber und Dipl.-Ing. Achim Ihlefeld, technischer Leiter bei der Aumat Maschinenbau GmbH in Solingen.

Auf der Solingen-Messe 2015 präsentiert sich das 3D-Netzwerk erstmals der breiteren Öffentlichkeit und präsentiert verschiedene Anwendungen. Ein Messe-Highlight der 3D-Technologie: Besucher können sich hier einem 3D-Body Scan unterziehen und so Rohmaterial für ihren Avatar produzieren. 3D-Scans werden in der Forschung ebenso eingesetzt wie in der Formanalyse, bei der Anpassung individueller Ausrüstungsgegenstände sowie in der Gaming-Industrie, beispielweise bei der Herstellung der bereits erwähnten Avatare, den Kunstfiguren in virtuellen Welten. Über den 3D-Body Scans hinaus zeigt das 3D-Netzwerk Solingen unter anderem innovative Anwendungen im Sondermaschinenbau, den Live-Druck mit dem hochtemperaturbeständigen Kunststoff „PEEK“ sowie ein Projekt zum 3D-Druck mit Beton.

Zu den Mitgliedern des 3D Netzwerkes Solingen zählen zurzeit 13 Unternehmen sowie drei Hochschul- und Bildungseinrichtungen, darunter der Lehrstuhl für neue Fertigungstechnologien und Werkstoffe der Bergischen Universität. „Wir möchten mit dem „3D-Netzwerk Solingen“ und mit Herrn Werner Koch als Netzwerk-Koordinator die Entwicklung dieser neuen Technologie und den Austausch unter den Unternehmen am Standort unterstützen“, führte Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Solingen auf der Pressekonferenz aus. „Überdurchschnittlich viele Unternehmen in Solingen und der Region sind im produzierenden Bereich mit den Schwerpunkten Metallbe- und Metallverarbeitung, Maschinenbau, Oberflächentechnik und Kunststoffbearbeitung tätig. Die Zukunftstechnologie des 3D-Drucks ermöglicht diesen Industriebereichen und ihren Dienstleistern vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und Marktchancen. Sie eröffnet neue Potenziale, um Entwicklungszyklen zu beschleunigen und kostengünstiger zu fertigen.“

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Der Koordinator des 3D-Netzwerks Solingen, Werner Koch.

„3D-Druck steigert die Fähigkeit zur kontinuierlichen Innovation sowie zur schnellen Markteinführung von Produkten“, ergänzt  Werner Koch, Geschäftsführer der Firma Trendlog. „Auch wenn 3D-Drucker immer leistungsfähiger, schneller und preiswerter geworden sind und sich in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen großer Unternehmen bereits durchgesetzt haben, ist der breite Einsatz im Mittelstand durchaus noch in den Anfängen.“ Die Gründe hierfür liegen im notwendigen Informationsbedarf, dem Wissen um die Anwendungen im eigenen Unternehmen sowie auch den meist fehlenden Möglichkeiten, sich vor Ort über die Anwendungsmöglichkeiten und Erfahrungen auszutauschen. Die Forschung braucht auf der anderen Seite genau Impulse aus der Wirtschaft, um die 3D-Technologie voranzutreiben. 

„Mit dem lokalen Netzwerk „3D-Druck Solingen“ lassen sich viele dieser Hemmnisse schrittweise überwinden“, hob Frank Balkenhol hervor. Der Grundgedanke des Netzwerkes: Unternehmen tauschen ihre 3D-Druck-Expertise, ihre 3D-Druck-Kapazitäten und ihre 3D-Druckmaterialien sowie auch ihr Konstruktions-CAD-Know-how untereinander aus .Ausmaß und Intensität der Zusammenarbeit wird dabei von den Akteuren selbst bestimmt.

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Hochbetrieb in der Windmühlen-Manufaktur

Robert Herder GmbH & Co. KG

Hochbetrieb in der Windmühlen-Manufaktur

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Der BrotBeidhänder ist eine Brotsäge sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder.

Sie wollen angefasst und gefühlt werden: Gehobene Küchen- und Kochmesser für anspruchsvolle Gourmets in einer Qualität, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch Standard waren, dünngeschliffen und „blau gepließtet“. Mit solchen Begriffen kann der Laie nun erst einmal gar nichts angefangen. Grund genug, auf der Solingen Messe den Stand der Firma Robert Herder zu besuchen. Windmühlenmesser wie beispielsweise das originale „Buckels“, ein legendäres Schneid- und Schmiermesser, haben eine sehr lange Geschichte und sind nach wie vor heiß begehrt. Es ist spannend mit Frank Daniel Herder darüber ins Gespräch zu kommen. Der Betriebswirt leitet mit seiner Cousine Giselheid Herder-Scholz das Unternehmen heute in vierter Generation. Die Windmühlen-Manufactur sammelt nicht nur für ihre Produkte zahlreiche Auszeichnungen ein, sondern wurde für ihre besonderen Leistungen als Ausbildungsbetrieb schon mehrfach geehrt.

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Frank Daniel Herder beim Blaupließten eines Buckels an der Kesselschen. Der Firmenlenker legt auch gern selbst mit Hand an.

 „Windmühlenmesser“ werden seit 1872 nach dem Prinzip des „Solinger Dünnschliffs“ gefertigt. Sie haben eine überaus dünne, aber sehr scharfe und robuste Schneide. Es vor allem der Dünnschliff, der den guten Ruf Solinger Messer in die Welt hinaus trug. So werden in der Windmühlen-Manufactur auch heute Küchen- und Kochmesser, Tafel- und Spezialmesser nach den Regeln des alten Handwerks hergestellt. Auf der Solingen-Messe können diese Produkte nicht nur bestaunt, sondern auch eingekauft werden. So zum Beispiel das „Buckels“.

Der Buckel des Buckels-Messers macht’s

Das seltsam anmutende Messer mit seinen gehobenen Griffhölzern macht schon etwas her: Der stark ausgeprägte Buckel im vorderen Bereich des Messers gab ihm seinen Namen. Das „Buckelsmesser“ ist ein universelles Schneid- und vor allem Schmiermesser. Es ist scharf, aber nicht spitz. Aufstrich jeder Art lässt sich damit ebenso so gut verstreichen wie sich Brot schneiden lässt.  Waren es vor über hundert Jahren vor allem Landarbeiter, die das „Buckelsmesser“ mit sich führten, so sorgt dieses Messer heute in der Food-Industrie für Aufsehen. So geschehen bei einem marktführenden Schokoladen-Aufstrichhersteller mit einer unverwechselbaren Glasform.

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Das Buckels, legendäres Streich, Schneide- und Schmiermesser der Windmühlen-Manufactur,  erwischt auch noch den letzten Rest des Schoko-Aufstrichs.

Schokocreme-Streicher verliert das Rennen

Es ging darum, einen Schokocreme-Streicher zu entwickeln. „Man hat festgestellt, dass das Buckels eben jenes seit über 40 Jahren weltbekannte Schokocreme-Glas zu nahezu 100 Prozent leeren kann. Wir waren einfach zu gut; da wurde das Projekt kurzerhand eingestellt“, berichtet Geschäftsführer Frank Daniel Herder schmunzelnd.

Unternehmergeist „made in Solingen“

Die Produkte der Windmühlen-Manufactur bereichern nicht nur das Leben in der Küche und am Esstisch. Sie haben noch etwas ganz anderes: Charakter. Und das trifft nicht nur auf die Produkte des Unternehmens zu. Dasselbe gilt für die Menschen dahinter. Dass wir uns als Kunden überhaupt über solche Angebote freuen können, ist vor allem Giselheid Herder-Scholz und Frank Daniel Herder zu verdanken. Sie haben die Produktion ins 21. Jahrhundert gerettet. Das war nötig. Dem alten Handwerk drohten nämlich bereits Ende der 60er-Jahre die Fachkräfte auszugehen. Die Ausbildung zum Messerschleifer wurde 1969 schlicht abgeschafft.

1969 drohte dem Messerschleifer-Handwerk das „Aus“

Frank Daniel Herder: „Das Messerschleifen ist eine langjährig erlernte, sensible Facharbeit, die geschickte, einfühlsame Hände, Geduld und ein gutes Auge verlangt. Im Gegensatz zu den meisten Messern von heute werden die Windmühlenmesser noch immer nach dem Prinzip des „Solinger Dünnschliffs“ geschliffen und von Hand „fein- oder blaugepließtet“, Pließten ist ein spezieller Feinschliff. Das Pließten gehört seit jeher zu den aufwendigsten Techniken des Schleifhandwerks in Solingen.“

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K-Serie: Die Windmühlen-Messer der „K-Serie“ zeichnen sich durch exzellente Schnitthaltigkeit, hohe Schärfe und Stabilität sowie durch ihre besondere Geometrie des „Kesselschen Walkschliffs“ und des Blaupließtens aus. Das Baupließten ist ein besonderer Feinschliff, der der Klinge eine bläuliche Färbung verleiht.

Unternehmergeist – im besten Sinne des Wortes

Mit dem Ende der klassischen Ausbildung in den 60er-Jahren war seitens der Manufakturen Kreativität gefragt. In Kooperation mit Bildungsträgern hob die Windmühlen-Manufactur ein eigenes Ausbildungsprogramm aus der Taufe. Jugendliche, die mit ihrem Hauptschulabschluss kaum in einen  Ausbildungsberuf wechseln konnten oder auch über keinen Schulabschluss verfügten, bekamen in dem Unternehmen die Chance auf ein Praktikum, das in vielen Fällen direkt in einen Ausbildungsvertrag mündete. Die Ausbildung zum Messerschleifer erlebte in der Windmühlen-Manufactur damit eine Renaissance. Jugendliche, die sonst wohl über kurz oder lang in der Sozialhilfe gelandet wären, kamen in Berührung mit dem Schleifen, Reiden (Messergriff-Montage), Pließten (besondere Art des Feinschliffs) und dem „Ausmachen“, der abschließenden Bearbeitung der Messergriffe. So endete das ein oder andere Praktikum direkt im Ausbildungsvertrag zum Teilezurichter mit Fachrichtung Metall- und Messerschleifen. Die heutigen Gesellen mit Ausbilderschein haben diesen Weg zum Teil selbst zurückgelegt und wissen, wie sie mit dem Fachkräftenachwuchs umgehen müssen.

Psychologisches Geschick gefragt

Jugendliche, die bei der Windmühlen-Manufactur den Weg ins Praktikum finden, bringen häufig viele Schwierigkeiten mit, desolate private Verhältnisse, Überschuldung, Lernblockaden und dergleichen mehr. Frank Daniel Herder kümmert sich gemeinsam mit seiner Cousine auch um diese Themen. Auch oder gerade dann, wenn, wie gerade jetzt, in der  Manufactur Hochbetrieb herrscht, Herder und seine 74 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darum kämpfen, mit den Lieferterminen Schritt zu halten. Besonders in Spitzenzeiten geht es um die Motivation jedes Einzelnen. „Gearbeitet wird bei uns permanent auch samstags“, erklärt der Windmühlen-Chef und lächelt.  „Freitags feiern gehen und samstags hier pünktlich am Schleifbock stehen, ist dann doch für einige eine echte Herausforderung.“ Fingerspitzengefühl und der richtige Ton sind gefragt, um die Motivation der Jugendlichen nicht zu brechen, andererseits aber auch die betrieblichen Abläufe sicherzustellen. Mit dem Biss des Unternehmers und dem ehrlichen Herzen eines Sozialarbeiters bekommt Frank Daniel Herder diesen Spagat hin. „Wir finden immer einen Weg“, sagt er.

 

 

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Der Barbier von Solingen: Ein scharfer Auftritt

Müller & Schmidt Pfeilringwerk GmbH & Co. KG

Der Barbier von Solingen: Ein scharfer Auftritt

„Solinger Tradtitionsunternehmen sucht technischen Leiter“, so die damalige Ausschreibung von Pfeilring. „Als endlich raus war, um welches Unternehmen es sich handelte und ich meiner Mutter erzählte, dass es um Pfeilring ging, war die Begeisterung groß! Pfeilring??!  Damit habe ich dir als Baby doch schon die Nägel geschnitten!“, erinnert sich Torsten Korb an den Beginn seiner Solinger Zeit. Ja, Pfeilring gehört zu den großen Namen der Solinger Markenwelt, wie Zwilling, Wüsthof und viele andere international operierende Unternehmen der Weltmarke Solingen. Aus dem damaligen technischen Leiter wurde der Geschäftsführer und Gesellschafter der Traditionsmarke. Auf der Solingen-Messe zeigt Pfeilring die Barbier-Kunst, die Nassrasur mit dem guten alten Rasiermesser.

pfeilring

Hinlegen und wohlfühlen – Am Messestand von Pfeilring wird die traditionelle Kunst des Barbiers wieder lebendig. Die Nassrasur mit dem Messer oder dem Rasierhobel steht vor allem bei jungen Männern wieder hoch im Kurs.

Torsten Korb und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben schwere Zeiten hinter sich. Die Bereinigung von Altlasten nahm viel Zeit in Anspruch. Jetzt freut sich das Unternehmen, wieder Zukunft gestalten zu können: „Wir beobachten, dass der Trend eindeutig zurückschwenkt auf die Nassrasur.  Neben rein ästhetischen Kriterien, der Gründlichkeit und dem Wohlfühl-Effekt hat die Nassrasur auch Kostenvorteile. Klassische Rasierklingen für den Rasierhobel sind eindeutig preiswerter als System-Rasierklingen der gängigen Fabrikate. Auf den neuen Trend machen wir mit Live-Rasuren während der Messe aufmerksam“, erläutert Torsten Korb seine Messe-Idee.

Vier Markenwelten unter einem Dach

Pfeilring, ursprünglich bekannt für Maniküre- und Pediküre-Instrumente, vereinigt heute vier Markenwelten unter einem Dach: Neben „Pfeilring Original“ gehören zum Unternehmen auch Marken wie „Golddachs“ mit Rasurprodukten, „Szenario“ mit Haarschmuck und Beauty-Accessoires sowie der Bereich Pfeilring Kochmesser und die Marke „Wellner“, die hochwertige Tafelbestecke fertigt.

pfeilring

Die Nassrasur mit dem Rasiermesser braucht ein wenig Übung. Dann aber wird sie zum echten Ritual, auf das kein Mann mehr verzichten möchte.

Messe zahlt ein auf die Marke Solingen

„Für uns ist die Marke Solingen wichtig“, betont Torsten Korb, den seine Aufgaben auch regelmäßig in die Länder dieser Welt führen. „Und ich finde es klasse, was die Wirtschaftsförderung für Solingen auf die Beine stellt und hoffentlich auch fortführt. Da geht, noch viel, viel mehr. Die Stadt sollte sich in ihrer Präsentation weiterentwickeln. Das müssen wir als Unternehmer ja auch tagtäglich. Wir müssen uns auf unsere Stärken, auf unser Fundament besinnen. Wir haben so viel zu bieten, weit über die Schneidwaren-Industrie hinaus.“

Ab mit den alten Bärten!

Kritik sei immer schnell formuliert, so der Pfeilring-Geschäftsführer weiter, aber sich vorne hinzustellen und zu fragen: ‚Was wollen wir denn? ‘ und eine Stadtgemeinschaft auf eine gute Idee einzuschwören, die uns alle weiterbringe - das sei „eine ganz andere Herausforderung“: „Ich finde es erstaunlich, wie gut Solingen in der Welt zurechtkommt, aber im Kleinen noch nicht.“ Also ab mit den alten Bärten. Dazu bietet Pfeilring mit dem Barbier von Solingen die Gelegenheit! Live. Vom 12. bis 14. Juni auf der Solingen-Messe 2015!

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Die Grillpinzette und das Steak

Paul Hölzer GmbH

Die Grillpinzette und das Steak

grillpinzette

Die Gourmet-Pinzette aus Solingen in der Hand ihres Erfinders: Karl-Heinz Rodenkirchen. (Foto: Martin Kempner)

Hier geht es um weit mehr als nur ein Würstchen oder ein Steak zu wenden. Die Pinzette ist eines der ältesten Universalwerkzeuge seit wir den aufrechten Gang üben. Die frühesten Funde reichen zurück in die Bronzezeit, also etwa bis 2000 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung im Jahre des Herrn. Was sich nun in Solingen, über einen Gartenzaun hinweg, gut 4000 Jahre abspielte, revolutionierte das zangenähnliche Gerät. Vorbei die Zeit, in der es vor allem der Haar- und Bartpflege diente und in der Chirurgie zum Einsatz kam. Mit dem Solinger Unternehmer Karl-Heinz Rodenkirchen, Geschäftsführer der Paul Hölzer GmbH, tritt die Pinzette jetzt ihren Siegeszug in der Nahrungszubereitung an, in der gehobenen Küche ebenso wie am guten alten Grill. Das Kulturgut findet damit eine neue Bestimmung.

Eigentlich produziert die Solinger Paul Hölzer GmbH unter den Wortmarken „Asket“ und „PH-Germany“ feinmechanische Werkzeuge wie Zangen und Pinzetten für einen internationalen Kundenstamm, überwiegend Goldschmiede und Juweliere. Die Geschichte der „Grillpinzette“ begann indes buchstäblich am Gartenzaun. „Du machst doch Pinzetten“, meinte ein Nachbar zu Karl-Heinz Rodenkirchen. „Kannst du mir nicht mal eine Pinzette zum Grillen entwickeln?“ Gefragt, getan. Die „Grillpinzette“ war geboren. Die klassische Grillzange für Grobmotoriker, die Grillbürste, Wendehaken, Grillgabel, Grillschaber, Wendeschaufel – alles gut und schön. Ohne die Grillpinzette läuft in der Klingenstadt am Grill allerdings nichts mehr und in der Küche schon einmal gar nicht.

Ganz neu sei die Idee nicht, räumt Karl-Heinz Rodenkirchen bescheiden ein. Billigprodukte aus China gebe es schon länger am Markt, nicht aber in der Qualität „Made in Solingen“. Ein Trend, der ebenfalls den Erfolg der Grillpinzette beschleunigen dürfte: Fernsehköche greifen auch gerne mal mit den Fingern in die Pfanne, um das Fleisch zu wenden. Unappetitlich finden das immer mehr Zuschauer des Fernsehgeschehens. Die rühmliche Ausnahme: Harald Wohlfahrt. Er macht vor, wie sich die Pinzette in der Küche bewährt. Der Sternekoch war von der Erfindung aus Solingen begeistert und orderte gleich mehr.

Selbst in der gehobenen Patisserie findet die Gourmet-Pinzette aus der Klingenstadt Verwendung. Die Petit Fours, das erlesene französische Feingebäck, werden in der Patisserie mit äußerster Vorsicht behandelt.  Karl-Heinz Rodenkirchen: „Einer unserer japanischen Kunden bearbeitet und greift die ‚kleinen Stückchen‘ ausschließlich mit unserer Pinzette. Das hat sicher auch kulturelle Gründe, da Japaner grundsätzlich keine Lebensmittel mit bloßen Händen greifen.“

Den Durchbruch feierte die Grillpinzette in diesem Jahr. Erstmals wurde das Koch- und Grill-Instrument aus Solingen bei Manufactum gelistet. Die ersten Lieferungen haben Solingen bereits verlassen. Ein Beweis, dass es sie noch gibt, die guten Dinge des Lebens. Die Grillsaison läuft langsam an. Ein Grund mehr für einen Besuch der Solingen-Messe 2015. Die Grillpinzette sollte unter den Messe-Souvenirs nicht fehlen!

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Alles über Scheren und den perfekten Schnitt

Kretzer Scheren

Alles über Scheren und den perfekten Schnitt
 

Der führende deutsche Scheren-Hersteller kommt aus Solingen. Industriescheren, Garten-, Hobby- oder Spezialscheren – Torsten Kretzer kennt sie alle. Mit seinem Unternehmen und rund 40 Mitarbeitern, darunter zehn Auszubildende, produziert er weit über eine Million Stück pro Jahr, bei gleichbleibend hoher Qualität – von der klassischen Stoffschere bis hin zur High-Tech-Schere, die sogar Verbundstoffe schneidet. Vertrieben werden diese Produkte auf allen Kontinenten. So weit so gut. Schere gleich Schere könnte man meinen. Mitnichten!

Die Unternehmensgeschichte begann in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit der Produktion von Pinzetten und Manikürartikeln. Damals ging es noch um Lohnarbeit. In den Nachkriegsjahren steigerte das Unternehmen seine Exportumsätze und vergrößerte sich. Den Durchbruch brachte Ende der 60er Jahre die Schere mit dem Kunststoffgriff, eine Pionierleistung des Unternehmens. Sie läutete das Ende der alten, geschmiedeten Schere ein und schaffte im Markt ein echtes Differenzierungsmerkmal. Kunststoffgriff-Scheren werden auf einem hohen Qualitätsniveau weitgehend automatisiert gefertigt. Das ist allerdings nicht ihr einziger Vorteil. Torsten Kretzer: „Sie sind leichter, sie sind rostfrei, können in die Spülmaschine und sind preiswerter.“

Kooperatives Miteinander wichtiger als Wettbewerb

„Die Herkunftsmarke Solingen vereinheitlicht in gewisser Weise auch sämtliche Qualitätsprodukte aus der Klingenstadt“, sagt Torsten Kretzer, der im Management eines großen Nahrungsmittelkonzerns vielfältige Erfahrungen außerhalb Solingens gesammelt hat, bevor er die Geschäftsführung des Familienunternehmens übernahm. “Den Verbraucher interessiert nicht, von wem ein Schneidwaren-Produkt kommt. Hauptsache, es ist ‚Made in Solingen‘.  Bis zur Einführung unserer rostfreien Scheren mit Kunststoffgriff war die Situation unter den Scherenherstellern noch schwieriger. Denn die aus Stahl geschmiedeten Scheren sahen ja alle gleich aus. Aus dieser Situation heraus, zeigte sich der damalige Markt sehr eng abgesteckt. Unter dem Strich sieht unsere Generation das anders als noch die Eltern. Für uns ist ein kooperatives Miteinander viel wichtiger als der Wettbewerb. Unsere wahren Wettbewerber sind keine Unternehmen aus Solingen.“

Kretzer

Torsten Kretzer: „Für uns ist ein kooperatives Miteinander viel wichtiger als der Wettbewerb.“ Im Hintergrund die „Finny“.  Die Kunststoffgriff-Schere verhalf dem Unternehmen zum Durchbruch.
 
Eigenes Mentoren-Programm für Auszubildende

Kooperiert wird bei Kretzer unter anderem mit der Herder Messermanufaktur im Bereich Ausbildung. Gemeinsam kämpfte man dafür, dass die Ausbildung zum Schneidwarenmechaniker – frühere Berufsbilder wie der Reider, oder der Kontrolleur sind längst ausgestorben – auch von Industrieunternehmen durchgeführt werden konnte. Da es sich hierbei um einen eher niederschwelligen Ausbildungsbereich  handelt,  rief Torsten Kretzer ein Ausbildungskonzept ins Leben, das junge Leute von vornherein voll und ganz in die Wertschöpfungskette des Unternehmens einbindet. Begleitet werden die Azubi dabei von „Mentoren“, gestandenen Facharbeitern mit der entsprechenden persönlichen Eignung. Die praktische Ausbildung findet bei Kretzer statt, sofern es um Scheren geht, bei Herder, wenn es um Messer geht. So biete man Auszubildenden ganz verschiedene Möglichkeiten und sichere sich den eigenen Nachwuchs. 

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Becker macht die Stadt aus Glas

Becker-Manicure e.K.

Becker macht die Stadt aus Glas

becker

Lässt sich gern etwas einfallen: Michael Becker führt das Unternehmen Becker-Manicure in der dritten Generation. 

Eine ungewöhnliche Idee, die Stadt aus Glas. Darauf kam das Solinger Unternehmen Becker-Manicure in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Heike Leichsenring. Dahinter verbergen sich hochwertige Glasfeilen der Marke „ERBE“. Das Besondere an diesen Unikaten: Sie sind künstlerisch durchgestaltet, wunderbar anzusehen und darüber hinaus auch noch hochwirksam in der Handpflege einsetzbar. Der größte Teil des Erlöses aus dem Verkauf der kunstvoll veredelten Glasfeilen kommt dem Kinderhospiz Burgholz zugute. Auf der Solingen-Messe 2015 lassen sich diese Kunstobjekte nicht nur aus der Nähe bestaunen, sondern auch als Messe-Souvenir zum kleinen Preis erwerben.

becker

Die edel gestalteten Glasfeilen mit frischem Blick auf Solinger Motive der Künstlerin Heike Leichsenring (hier: Motiv "Schloss Burg")

Michael Becker, Geschäftsführer : „Wir wollten auch auf der 2015er Solingen-Messe etwas etwas ganz Besonderes zeigen. Mit Heike Leichsenring fanden wir eine Solinger Künstlerin, deren Stil wir sehr schätzen. Es gibt zahlreiche Solingen-Motive auf dem Markt. Frau Leichsenring realisierte für unsere Glasfeile eine künsterische Gestaltung, die sich in der Farb- und Formgebung von anderen Solingen-Motiven deutlich abhebt. Darauf sind wir sehr stolz.“

becker

Glasfeile mit dem Motiv "Solingen Gräfrath"

Das Unternehmen Becker-Manicure ist seit 1930 in dritter Generation auf Maniküre-, Pediküre- und Kosmetik-Stahlwaren spezialisiert. Die zertifizierte Produktion verbindet traditionelle Handarbeit mit moderner Automationstechnik. Seit 2014 sorgt die weltweit einzigartige vollautomatische Galvanisierungsanlage am Solinger Standort für nachhaltige Effizienz und schnelle Lieferzeiten.

Der Umwelt und den Mitarbeitern zuliebe ist diese Anlage mit modernen Abluft-Systemen und mit einer Aufbereitungsanlage für das Verbrauchswasser zur Wiederverwendung ausgestattet. Das international nachgefragte Sortiment des Unternehmens umfasst unter anderem ERBE®-Maniküre-Etuis und Kulturtaschen – Made in Germany, ERBE for men®-Rasieraccessoires – Made in Italy and Germany hautfreundliche, natürliche Rasierpflege-Produkte  – Made in England sowie BB®-Beauty-Accessoires (Spiegel, Duftschmuck, Ringhalter, Parfümzerstäuber, Kosmetikpinsel, usw.).

Anlässlich der Solingen-Messe zeigt Becker-Manicure auch die akutellen Produkt-Highlights wie die Kombi-Schere in edler Optik mit Selbstschärfe-Effekt aus derERBE® TITAN-EDITION und Rasiermesser aus der ERBE® for men - „DESIGN-EDITION“.

becker

Rasiermesser – Trendig: echte, phantasievolle Solinger Wertarbeit kombiniert mit hochwertigem Designgriff - auf Wunsch auch mit individuellen Design. Die neuen ERBE for men® Rasiermesser mit Schutz-Gummilippe und der scharfen Klinge ermöglichen eine spielend leichte und präzise Nassrasur auch für Anfänger.

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Die Weltmarke erleben: Solingen Messe setzt neuen Akzent

Was zeichnet die "neue" Solingen-Messe aus? Wie erleben Besucher die Weltmarke? - Ein Interview mit Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung.

  1. Herr Balkenhol, sind Sie ein „Knösterpitter“, ein Mensch, der gerne tüfftelt? Einem berufsbedingten „Nöüschier“, einem wissenshungrigen Menschen, beantworte ich die Frage gern mit einem „Ja“, zumal Sie hier auf unsere Kampagne anspielen. Sofern es um gute Lösungen geht, experimentiere und  tüftele ich gedanklich mit einem Thema so lange, bis es für mich rund ist.
  2. Ein Ergebnis dieser gedanklichen Arbeit war der neue rote Faden rund um die Solingen Messe 2013. Was verbirgt sich dahinter? „Die Weltmarke erleben!“ ist das  Motto auch in diesem Jahr. Wir richten die Solingen-Messe als Veranstaltung aus, die sich ganz auf die „Marke“ Solingen konzentriert. Die Stadt Solingen ist nach wie vor eine Weltmarke mit der Schneidwaren-Industrie als Markenkern. Rund um diesen Markenkern sind in unserer über 700 Jahren Wirtschaftsgeschichte allerdings auch Unternehmen entstanden, die jenseits der Schneiderwaren-Industrie auf vielfältige Weise den Namen Solingen in die Welt hinaustragen.
  3. Wie wollen Sie dieses Ziel erreichen und welche Rolle spielen die Aussteller? Solingen ist nicht nur weltweit die einzige geschützte Stadtmarke, sondern auch eine Weltmarke, die für eine einzigartige Markenwelt steht. Die Aussteller spielen dabei die zentrale Rolle. Wir haben den neuen Ansatz frühzeitig in den Medien, via Direktmarketing und in vielen persönlichen Gesprächen bekannt gemacht. Im Ergebnis meldeten mehr Unternehmen ihr Interesse an, als Ausstellungsfläche zur Verfügung steht. Ausstellen werden  Unternehmen, die direkt  für den Markenkern Solingens stehen – hier vor allem Unternehmen der Schneidwaren-Industrie – sowie Unternehmen die durch ihren innovativen Charakter und ihre Kreativität über die Grenzen unserer Stadt hinaus Leuchtturmcharakter haben.
  4. Was ist der Grund für diese hohe Nachfrage? Durch das fokussierte Weltmarkenkonzept ist es für die meisten Schneidwarenhersteller selbstverständlich, sich auf der Solingen-Messe zu präsentieren. Wir müssen als Klingenstadt zeigen, wer wir sind – weltweit aber auch ganz lokal. Das wird vielen Unternehmern immer klarer. Zudem überzeugte das neue Messe-Konzept auch Unternehmen im Umfeld unsers Markenkerns. Dazu zählen auch viele kleine Unternehmen, die mit großen Ideen erfolgreich sind und die Strahlkraft der Marke für sich nutzen möchten – sei es nun für Produkte, Dienstleistungen oder die eigene Attraktivität als Arbeitgeber, der sich seinen Nachwuchskräften präsentiert.
  5. Fiel es Ihnen leicht, die Solinger Wirtschaft von diesem Ansatz zu überzeugen? Die meisten Unternehmen waren von unserem neuen Ansatz überzeugt. Bei einigen Unternehmen wurde der Gedanke überhaupt erst einmal geweckt, wie sinnvoll es sein kann, sich mit der Marke Solingen zu assoziieren. Die Markenfokussierung führte aber auch dazu, dass einige Unternehmen das Thema „Marke“ zurzeit noch nicht besetzen konnten. Für diese Unternehmen gibt es am Standort Solingen jedoch gute Alternativen. Wieder andere Unternehmen stehen auf unserer Interessentenliste und haben die Chance auf eine Fläche, sofern ein Aussteller abspringt oder bei der nächsten Messe in 2017.
  6. Reicht eine kreative Idee allein schon aus, um sich als Aussteller für die Solingen Messe zu qualifizieren? Eine Verbindung zur Marke ist wichtig. Ein ideales Beispiel ist das „Solingen Kochbuch“ vom Druckhaus Fischer. Seit Jahren schon gibt das Unternehmen auf der Messe das „Solingen Kochbuch“ heraus mit lokalen Rezepten. Andere Unternehmen können ein Kontingent dieser Bücher bestellen und an ihre Kunden und Geschäftsfreunde verschenken. Das ist eine gute Werbung für Solingen.
  7. Herr Balkenhol, welche guten Gründe gibt es die Solingen Messe 2015 zu besuchen? Es gibt nur einen: Die Weltmarke Solingen vor Ort und mit allen Sinnen zu erleben. Das gibt es nur einmal und nur alle zwei Jahre. Einem Barbier bei seiner Arbeit auf die Finger schauen, den Köchen beim Einsatz von Solinger Qualitätsmessern über die Schulter blicken und traditionelles Schleiferhandwerk bestaunen. Sehen und erleben, was die Solinger Wirtschafts- und Kulturlandschaft zu bieten hat. Viele Produkte können hier nicht nur erlebt, sondern vor allem auch erworben werden. Über das Thema Produktschau hinaus können Besucher der Solingen Messe auch über unsere neue Online-Plattform „Solingen Like“  live in Facebook das Messegeschehen kommentieren, Köche zeigen ihr Können, Kinder lernen in einer weiteren Koch-Show einfach und gesund zu kochen, Mit anderen Worten: Die Messe wird die Besucher mit allen Sinnen ansprechen. Dazu gehört auch unsere Messe-Lounge gleich neben der Aktionsbühne, die zum Durchatmen einlädt. Von dort können die Besucher auch das Bühnengeschehen hautnah miterleben. Sie sehen: Die Solingen-Messe ist eine außergewöhnliche Veranstaltung für die ganze Familie. Ob jung oder alt, sie wird allen Besuchern Spaß machen und die Köpfe für wunderbare neue Ideen öffnen.
  8. Glauben Sie, dass die Solingen Messe auch überregional Aufmerksamkeit finden wird? Das ist unser klares Ziel. Dafür haben wir alle Voraussetzungen geschaffen. Unsere Marketingkampagne erstreckt sich bewusst auch ins unmittelbare Umland. Wir sind in den sozialen Medien so präsent wie nie und bieten für Besucher und Aussteller eine eigene Homepage zur Solingen-Messe an. Mit unserem Portal „Solingen Like“ ist die Messe-Homepage verlinkt. Hinter „Solingen Like“ stehen Kanäle in sozialen Netzwerken wie Facebook und YouTube. All dies wird für die Vermarktung der Messe genutzt. Darüber hinaus laden die Aussteller ihre Geschäftspartner zum Fachbesuchertag ein. Somit hat die Solingen Messe auch die Aufmerksamkeit von Unternehmen aus ganz Deutschland.
  9. Welchen Wert hat es für die Stadt denn, sich wieder oder überhaupt erst mit dem Thema „Marke Solingen“ zu befassen? Ein Beispiel: Denken Sie an ein koffeinhaltiges, braunes und süßes Kaltgetränk mit einem roten Etikett. Welcher Name fällt Ihnen dazu ein? Genau! Dieser Name. Das ist es, was eine Marke ausmacht. Sie denken spontan an genau dieses eine Produkt, nicht an alle möglichen Produkte der Wettbewerber, sondern Ihnen fällt nur dieser eine Name ein. Das ist auch bei Solingen so. Marken schaffen Unverwechselbarkeit und Identität. Von Marken sagen wir: Darauf schwöre ich, da wurde ich noch nie enttäuscht, dabei bleibe ich. Marken schaffen Vertrauen. Das gilt in unserem Falle auch für den gesamten Standort und über diesen Weg können wir die anderen Botschaften, die des tollen Lebens- Arbeits- und Wohnstandortes kommunizieren. 
  10. Das klingt wie eine Wiederbelebung der Marke Solingen. Kann die Solingen Messe allein das denn leisten? Unsere Marke ist eine Marke, die man irgendwann einmal vor Ort erlebt haben muss. Und genau das leistet die Solingen Messe in unverwechselbarer Art und Weise. Wenn Sie von einer „Wiederbelebung“ der Marke sprechen, wofür es sicher gute Gründe gibt, lautet meine Antwort nein. Eine Messe allein kann keiner internationalen Stadtmarke zu neuem Glanz verhelfen. Sie kann aber in diese Richtung Impulse setzen und sich selbst als Anregung verstehen, über die wirkliche Bedeutung Solingens neu oder anders nachzudenken. In Verbindung mit der richtigen Botschaft und den heute gegebenen Möglichkeiten weltweiter Kommunikation, sind wir in einer sehr guten Position  die Marke Solingen aufzuwerten. Aufgrund des weltweit vergleichsweise hohen Bekanntheitsgrades unserer Stadt sollten wir alles daran setzen, die Marke Solingen auszubauen und zu pflegen. 
  11. Ist das nicht sehr teuer, eine Marke aufzubauen? Für die vergangenen 700 Jahre lässt sich das wohl nur sehr schwer beziffern. Heutzutage findet Markenpflege in erste Linie im Internet beziehungsweise sozialen Medien statt. Das ist ein sehr effektiver Kommunikationskanal, der bei einem vergleichsweise geringen Einsatz von Kosten zu steuern ist. 
  12. Sie kombinieren bei der Kampagne „Die Weltmarke erleben“ überaschende, provozierende aber durchweg sympathische Posen eines kleinen Jungen mit Solinger Mundart. Was haben Sie sich dabei gedacht? Es ging uns darum, etwas für unseren Standort Typisches mit einem ausgefallenen Motiv zu verbinden. Eine Kampagne sollte unserem Verständnis nach authentisch sein, glaubwürdig und für den Standort gültig sein, auch noch in zehn Jahren. Das geht nur, wenn wir die Menschen hier vor Ort mitnehmen. Wir müssen die Seele der Menschen treffen und berücksichtigen, was unseren Standort von allen anderen möglichen Standorten unterscheidet. Wir haben Eigenschaften an Solingern entdeckt, wie beispielsweise Erfindungsreichtum, Neugierde, und Genauigkeit. Hinzu kommt eine innere Haltung, eine Identität, die in einer eigenen Mundart zum Ausdruck kommt. So findet sich unsere Kampagne auch im Alltag vieler Solinger wieder. Und nicht nur das: Ein Begriff wie etwa „Krentekacker“ steht für sich selbst. Er ist unübersetzbar. Stellen Sie sich vor, ein Niederländer, der die Solingen Messe besucht, spricht Sie auf diesen Begriff an. Was passiert? Sei geraten plötzlich in ein sehr unterhaltsames Gespräch, das sich um die Unverwechselbarkeit und Einzigartigkeit unseres Standortes dreht. Das erfordert Mut zu einer inneren Haltung, den wir mit der Kampagne zum Ausdruck bringen möchten. Denn das ist Solingen zwischen Tradition und Aufbruch, ein einzigartiges Terrain im globalen Dorf.

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG, Interview März 2015

Eine atemberaubende Schönheit mit perfekten Linien

Franz Güde GmbH

Eine atemberaubende Schönheit mit perfekten Linien

Güde

Die vollständige Neuinterpretation des klassischen Kochmessers -  The Knife!

So geraten Kenner und Köche ins Schwärmen, wenn ihre Hände Bekanntschaft mit dem neuesten Modell der Traditionsmanufaktur Güde in Berührung kommen. Eine wirklich scharfe Sache: „The Knife“ wurde das gute Stück schlicht getauft. Dahinter verbirgt allerdings die Evolution des perfekten Kochmessers. Der erste Blick stellt erst einmal klassische Sehgewohnheiten auf den Kopf. Der eher kurze Griff mit der auffällig großen Klinge und dem sehr breiten Rücken lassen eher an ein Designmuseum als die eigene Küche denken, aber halt! Daumen und Zeigefinger formen ein U und umfassen sicher die Klinge. Der Mittelfinger wird bequem in der fein verarbeiteten Ausbuchtung am Ende der Klinge „geparkt“. So greifen auch ambitionierte Amateure das Kochmesser automatisch wie ein Profi. Diese und andere Stücke aus dem Sortiment der Edel-Schmiede präsentiert Güde-Geschäftsführer Karl-Peter Born auf der Solingen-Messe 2015.


„The Knife“ – das neue Flagschiff der Marke Güde.

Gezeigt und verkauft wird aus der Solingen-Messe darüber hinaus auch das  „Chai Dao“.  Chai Dao bedeutet in China „Kochmesser“. Das Chai Dao aus dem Hause Güde ist mit Sicherheit ein Generalist unter den Küchenwerkzeugen und gehört neben dem Kräutermesser der Solinger Messermanufaktur, kurz „Shark“ genannt“, sowie dem Brotmesser „Franz Güde“, benannt nach Franz Güde, dem Erfinder des Güde-Wellenschliffs, einem  besonderem Wellenschliff mit spitzen Zähnen zu den Meisterstücken Solinger Schmiedekunst. 

Güde

Das Chai Dao – ein Allzweck-Kochmesser nach chinesischem Vorbild aus dem Hause Güde.

Dr. Ing. Karl-Peter Born, der das Unternehmen in vierter Generation führt, ist sichtlich und zu Recht stolz auf die Marke Güde. Born gehört zu einer Solinger Unternehmergeneration, die aufgeschlossen und zukunftsorientiert miteinander kooperiert. Das war in Solingen nicht immer so. Noch die Geschäftsführer der Eltern-Generation wechselten die Straßenseiten, wenn sie einander begegneten. Zu eng war der Markt und der eine neidete dem anderen den Erfolg. Diese Zeiten sind nun vorbei. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist der Gemeinschaftsstand, den sich Güde mit der Messermanufaktur Herder, den Scherenhersteller Kretzer und Niegeloh sowie der Besteckfabrikation Carl Mertens teilt. Man kennt sich nicht nur, sondern ist sogar befreundet, hilft sich untereinander weiter, auch in schwereren Zeiten. Kooperationen dieser Art sind das Herz der Marke Solingen. 

„Mit  der Solingen Messe 2013 wurde endlich eine Idee umgesetzt, die schon länger in Umlauf war“, freut sich Karl-Peter Born. „Die Besucher wollen sich nicht einfach nur die Artikel anschauen. Sie möchte dabei auch etwas erleben. Das wird nun wieder so sein. Es ist sehr gut, dass dieser Kurs auf der Solingen-Messe 2015 fortgesetzt wird.“ Und für Erlebnisse ist am Gemeinschaftsstand der fünf Hersteller gesorgt. Hier wird live geschliffen und gepließtet, das ein oder andere Bierchen gereicht und das Brotmesser „Franz Güde zeigt, was es kann. Dabei fällt auch der ein oder andere Happen für hungrige Messebesucher ab. „Unser Brotmesser, die „Franz Güde“-Klinge, hat Geschichte geschrieben. Seit ihrer Entwicklung wurde sie weltweit oft kopiert. Hier präsentieren wir neben anderen Beispielen aus unserem Sortiment das Original mit seiner einzigartigen Schneidfähigkeit und Schnitthaltigkeit“, sagt Karl-Peter Born. 

Güde

Ein Meisterstück: das Brotmesser „Franz Güde“, benannt nach dem Erfinder des Güde-Wellenschliffs.

Dass die Solingen-Messe das Potenzial hat, die Marke Solingen mit ihrem Markenkern, der Schneidwaren-Industrie, voranzutreiben – davon ist der Unternehmer überzeugt: „Es wäre wünschenswert, den Schwung dieser Messe auch an anderer Stelle einmal aufzunehmen und sich zu einer konsequenten Führung der Weltmarke Solingen inspirieren zu lassen.  Ich bin nach wie vor sehr gespannt auf die weitere Entwicklung unserer Stadt. Vor allem auch in dieser Frage.“

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG/ Solingen-Messe

Solingen wie gedruckt: Alles ist möglich!

Frank Fischer GmbH

Solingen wie gedruckt: Alles ist möglich!

Das Druckhaus Fischer, einer der Hauptsponsoren der Solingen-Messe, hat sich nicht nur als moderne Offsetdruckerei einen sehr guten Namen erworben. Zum Portfolio gehören auch die Entwicklung und Gestaltung sowie der Druck hochwertiger Verkaufsverpackungen bis hin zu Faltschachteln. Mittlerweile produziert das Unternehmen im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr. Die Bedürfnisse der Kunden stehen dabei im absoluten Mittelpunkt.

fischer

Frank Fischer produziert mittlerweile im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr. Zum Portfolio des Unternehmens gehören auch die Entwicklung und Gestaltung sowie der Druck hochwertiger Verkaufsverpackungen bis hin zu Faltschachteln.

Druckprodukte zu veredeln – darin sieht Frank Fischer den stark boomenden Markt für aufwändige Verpackungslösungen und Geschäftsdrucksachen, so genannte Akzidenzen.  Was in diesem Bereich möglich ist, präsentiert das Unternehmen während der Solingen-Messe auf ganz ungewöhnliche Art. Auf seinem über 60 Quadratmeter großen neuen Messestand bietet das Druckhaus neben vielen Informationen zu seinen Angeboten zudem auch eine Show-Küche mit prominenter Besetzung aus der Bergischen Gastronomie sowie einem großzügigen Bereich zum Austausch und zur Stärkung gleich neben der Aktionsbühne.

Kulinarische Botschaften der Marke Solingen

Möglichkeiten, Botschaften der Marke Solingen in die Welt hinauszutragen gibt es viele. Auch für Unternehmen, die nicht zum Markenkern Solingens zählen. Zu diesen Botschaften zählt auch gesellschaftliches Engagement. Das zeigt Frank Fischer auf vielfältige Weise. Ein gutes Beispiel dafür ist „Solingen kocht!“, das Solinger Kochbuch von Frank Fischer mit leckeren Rezepten aus der Klingenstadt und der Region. Alle zwei Jahre erscheint das kulinarische Almanach –  pünktlich zur Solingen-Messe. Die Bücher, erstmals komplett werbefrei und professionell ins Bild gesetzt, verkauft Fischer an Besucher und Unternehmen, die sie oft als Geschenke weitergeben und damit die Vielfalt der Solinger Gastronomie demonstrieren. Die Erlöse daraus führt der Unternehmer zum Teil Initiativen zu, die sich in seiner Heimatstadt in besonderer Weise um die Themen Ausbildung und Integration bemühen.

fischer

„Solingen kocht“ – das Kochbuch mit vielen leckeren Rezepten aus Solingen und der Region erscheint zur Solingen-Messe erstmals komplett werbefrei. Die Erlöse aus dem Verkauf fließen zum Teil in lokale Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Themen „Ausbildung“ und „Integration“ verdient machen. 

Koch-Buch mit Solinger Spezialitäten

Schon das Kochbuch selbst lässt das Wasser im Munde zusammenlaufen. Allein neun Rezepte stammen von Köchen des „Arbeitskreises Burger Bretzel“ und in diesen Gerichten spielt die Spezialität aus der Klingenstadt auch die Hauptrolle. Da wäre einmal die Kraftbrühe mit Burger Speckknödeln, dann die Wirsing- und Mangoldrouladen. Oder kochen Sie einmal das Menü mit gefülltem Landhahn nach, samt Dessert – dem „Halbgefrorenen mit Vanille und Rhabarberkompott“. Neben dem Arbeitskreis Burger Brezel stammen die Rezepte der diesjährigen Ausgabe von den Restaurants Schälte, Rüdenstein, Pfaffenberg,  Haus Müngsten, Stückgut, Perlhuhn, Fritz Essensart aus Haan, Casa Pedro, der Kinder-Kochwerkstatt und dem Solinger Kaffeehaus.

Besuchermagnet Koch-Show

Kochbücher zu lesen, ist das eine. Kochprofis bei der Arbeit über die Schulter schauen zu können das ganz andere. Dazu gibt die Showküche reichlich Gelegenheit. Exquisites und Erlesenes, leckere, herzhafte und süße Häppchen stärken das Messepublikum bei seinen Erkundungen. Die besten Solinger Restaurants zeigen an Fischers Showküche, was sie können und warum das Kochen so viel Spaß macht. Mit von der Partie ist der Ausbildungsbotschafter des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), Hermann-Josef Druckrey. Er informiert auch interessierte Jugendliche über die spannenden Berufe der Gastronomie.

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Tisch- und Wohnkultur im Wandel

Carl Mertens International GmbH

Tisch- und Wohnkultur im Wandel

Die Carl Mertens International GmbH ist die Solinger Nr. 1 für Design-Bestecke und Premium-Wohnaccessoires aus Edelstahl. Als kleine Lohnschleiferei für Taschenmesserklingen nahm das Unternehmen 1919 seine Geschäfte auf. Heute fertigt die Manufaktur Produkte für die gehobene zeitgenössische Tisch- Koch- und Wohnkultur. Zudem sind viele Produkte aus dem Hause Carl Mertens in weltweit führenden Designsammlungen vertreten. Bekannt ist das Solinger Unternehmen auch für die Prägekunst edler Tafelbestecke, mit denen man beispielsweise im Hamburger Senat seit Jahrzehnten anspruchsvoll speist.  Auf der Solingen-Messe präsentiert das Unternehmen die nach wie vor aktuelle Handwerkskunst des „Besteckstanzen-Graveurs“.

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Curt Mertens: Tisch- und Wohnkultur sind verändern sich in Deutschland. An der Seite eines strategischen Investors setzt Curt Mertens auf die Neuausrichtung des Unternehmens. Geplant ist die Durchdringung des asiatischen Marktes mit Edelstahl-Produkten „Made in Solingen“. (Copyright: Carl Mertens International GmbH, 2015. Foto: Christian Beier)

Gravur- und Prägetechnik gehen auf das Prinzip der Kaltverformung von Metallen zurück. In Solingen hat die Kaltverformung von Bestecken vor etwa 100 Jahren Einzug gehalten. In der damaligen Zeit waren Bestecke aus dem Grundmaterial Messing oder Silber auf den Tischen en vogue. Das sind weichere Metalle als der harte Edelstahl. Die ersten Bestecke aus Edelstahl verbreiteten sich in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. In den Jahren danach wurden die Stähle immer höher legiert, um den Anforderungen des Gebrauchs und der Pflege zu genügen. Auch haben sich die Produktentwicklung, das Design, der Werkzeugbau und die Maschinen zur Verformung enorm weiterentwickelt.

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Die Kunst der Manufaktur spielt auch bei der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens eine zentrale Rolle. Werner Marcus ist der Werkzeugmacher des Unternehmens und beherrscht die traditionelle Kunst der „Besteckstanzen-Gravur“. (Copyright: Carl Mertens International GmbH, 2015. Foto: Christian Beier)

„Mit der Spezialisierung auf  individuelle Relief - Prägetechniken haben wir uns in den letzten Jahren einen Namen gemacht“, kommentiert Geschäftsführer Curt Mertens die Unternehmensgeschichte. Der Fokus wird zukünftig verstärkt auf internationale Kunden gelegt, die Qualität „Made in Solingen, Made in Germany“ zu schätzen wissen.

So aktivierte Curt Mertens auch ein befreundetes chinesisches Unternehmen, das unter anderem den deutschen Markt mit hochwertigem Edelstahl für Turbinenschaufeln beliefert. Die „Sichuan Lihue Forging Ltd“ hat nicht nur großes Interesse an neuen Märkten und neuen Produkten, sondern hat sich zwischenzeitlich als strategischer Investor im Solinger Familienunternehmen eingekauft. Gemeinsam will man nun den chinesischen Markt mit Produkten „Made in Solingen“ durchdringen.

Denn starke Deutsche Marken sind bei den Chinesen sehr gefragt. „Es geht unserem Partner nicht darum, die Produktion der Manufaktur nach China zu holen. Vielmehr zeigt sich in dem Joint Venture das chinesische Bedürfnis nach echten deutschen Produkten, nach Stahlwaren „Made in Solingen“.

Mit der Öffnung neuer Märkte in Asien wird bei Carl Mertens ein neues, interessantes  Kapitel der Firmengeschichte geöffnet. Curt Mertens: „Überhaupt liegt die Zukunft eher auf den Auslandsmärkten. Dortiger Erfolg ist angesichts eines rapiden Wandels der Tisch- und Wohnkultur auf den heimischen Märkten notwendig. Das Besteck, so wie wir es kennen, hat in den vergangenen zehn Jahren in den eigenen vier Wänden an Bedeutung verloren. Damit müssen wir auch als Hersteller umgehen und uns auf veränderte Bedürfnisse einstellen. Unsere Kernkompetenz ist und bleibt der Umgang mit Edelstahl und mit vielen Facetten seiner Bearbeitung. Das ist die Grundlage unserer strategischen Neuausrichtung. Ob man gute Geschäfte nun in Europa, den USA oder China macht – ich glaube, Unternehmen in unserer Branche können nur erfolgreich sein, wenn sie auch stark im Export sind.“

Carl Mertens präsentiert sich in der Messehalle auf einem Gemeinschaftsstand mit den Firmen Franz Güde GmbH, Robert Herder GmbH & Co.KG, Kretzer Scheren GmbH, sowie der Niegeloh Stahlwarenfabrik GmbH & Co. KG.

Das hat seinen guten Grund. Man hat sich über viele Jahre kennengelernt, man vertraut einander, ist sogar befreundet und vor allem – man kooperiert. Curt Mertens: „Die fünf Solinger Schneidwaren- und Besteckmanufakturen arbeiten als Traditionsmarken eng zusammen. Kooperation statt Wettbewerb. Dafür sind wir offen. Das tut uns gut, und das ist auch gut für den Wirtschaftsstandort und für die auf der ganzen Welt bekannte Marke „Solingen“.

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Ein internationales Unternehmen mit starken Wurzeln in Solingen

Item Industrietechnik GmbH

Ein internationales Unternehmen mit starken Wurzeln in Solingen
 

„Nur wer starke Wurzeln hat kann sicher und hoch wachsen“ meint Axel Dorfer, Leiter Vertriebswege-Marketing bei Item Industrietechnik GmbH.“ Item entwickelt verschraubbare Aluminium-Profile. Daraus entstehen individuelle Systemlösungen für den Bau von Betriebseinrichtungen, Maschinen und Anlagen. In diesem Segment so genannter „Systembaukästen“  wurde das Solinger-Unternehmen weltweit etabliert. Item-Produkte sind von ganz verschiedenen Industrien in über 50 Ländern  gefragt. Axel Dorfer: „Unsere Wurzeln und der Beginn des Erfolges liegen in Solingen. Es gab und gibt keinen Grund den Baum zu verpflanzen. Die Rahmenbedingungen in der Region sind gut.“ Auf der Solingen-Messe 2015 präsentiert sich das Unternehmen mit den Themen „Recruitment“ und „Partner in der Region“.

Item bringt viele interessante Stellenangebote mit zur Messe. Fachkräfte in der Region die nach einer neuen Position suchen oder aus ihrer bestehenden Job wechseln möchten, werden am Messestand von item auf geeignete Angebote stoßen. Durch die internationale Ausrichtung des Solinger Unternehmens bieten sich vielfältige und höchst interessante Karrieremöglichkeiten. „Unsere Mitarbeiter engagieren sich in internationalen Projekten und tauschen sich regelmäßig mit unseren ausländischen Partnern aus. Interessierten Mitarbeitern bieten wir die Chance, vielseitige Auslandserfahrung zu sammeln“, sagt Axel Dorfer. „Durch die starke Präsenz in Europa und der Erweiterung der weltweiten Vertriebsstrukturen bieten wir unseren Mitarbeitern Einsatzmöglichkeiten an verschiedenen Standorten an.“

item

Das Solinger Unternehmen item erfreut sich einer starken Präsenz in Europa. Mitarbeiter des Unternehmens haben die Chance, vielfältige Auslandserfahrung zu sammeln. 

Arbeitgebermarke: Ansprüchen von Mitarbeitern gerecht werden

Gerade für Mittelständler mit internationaler Ausrichtung und Blick auf Wachstum sind Fachkräfte ein wesentlicher Faktor. Gute Fachkräfte bekommt man nur wenn man auch als Arbeitgeber deren Ansprüchen gerecht werden kann. Item ist eines der Unternehmen, die dafür ein feines Gespür haben. Item betreibt beispielsweise ein eigenes Karriereportal. Wer sich hier orientiert, findet nicht nur alle Stellenangebote, sondern auch Statements von Mitarbeitern, die über ihren Werdegang berichten und erzählen, wie sie die Arbeit bei item erleben.

item

Für expandierende Unternehmen mit internationaler Ausrichtung sind Fachkräfte ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Junge, flexible Teams prägen bei Item die Unternehmenskultur.

Flexible Arbeitszeiten bringen Familie und Beruf unter einen Hut

Die Arbeit in den einzelnen Abteilungen wird als kollegial und vielseitig wahrgenommen. Junge, flexible Teams prägen die Unternehmenskultur, Arbeitszeiten, die es möglich machen, Familie und Beruf zu vereinbaren. Das berufsbegleitende Studium, fachbezogene Fortbildungen, Sprachkurse und Karriereworkshops – stetige Weiterbildung wird von dem Unternehmen engagiert begleitet.

Austausch mit Azubi und Fachkräften auf der Solingen-Messe

„Über verschiedene Maßnahmen versuchen wir regional, aber auch überregional kontinuierlich das Bild von item als interessante Arbeitgebermarke zu schärfen“, erklärt Axel Dorfer. „Unter anderem zählt dazu unsere Präsenz an regionalen Hochschulen und Fachhochschulen, die Kooperation mit Ausbildungsbetrieben, Facebook als Medium zur Kommunikation vor allem mit Schülern und Studenten. Und Möglichkeiten für einen spannenden Austausch bieten  wir an unserem Messestand auf der Solingen-Messe 2015!“

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Mit Auszubildenden auf Augenhöhe

Timeline Business Solutions Group, Gebauer GmbH

Mit Auszubildenden auf Augenhöhe
 

So unberechenbar das Leben selbst auch sein mag – planen und steuern gehört zu unserem Alltag. Ansonsten hält rasch das Chaos Einzug. Das gilt umso mehr für Wirtschaftsunternehmen. Und hier wird es schnell kompliziert. Für den nötigen Überblick – von der Finanzbuchhaltung bis zur Planung und Steuerung von Produktionsprozessen – sorgen immer häufiger Software-Lösungen. ERP ist das Stichwort. ERP steht für „Enterprise Ressource Planning“. Die Solinger Gebauer GmbH nimmt in dem Marktsegment der IT-basierten Planung und Steuerung von Unternehmen eine Spitzenstellung ein.

gebauer

Die Cloud symbolisiert die vielen Prozesse von Wirtschaftsunternehmen. ERP-Lösungen bilden diese Strukturen einfach, übersichtlich und steuerbar ab.

Ein entscheidender Grund für das kontinuierliche Wachstum des Unternehmens sind nicht nur die individuellen Branchenlösungen, sondern auch das sehr hohe Engagement in der Ausbildung von IT-Fachkräften. Wer also noch eine Ausbildungsstelle als Fachinformatiker oder IT-Systemkaufmann in einem der spannendsten Zukunftsberufe sucht, sollte die Solingen-Messe 2015 besuchen und mit dem Unternehmen ins Gespräch kommen.

Acht Unternehmen in vier Ländern

Vom Solinger Stammhaus aus steuert die Gebauer GmbH die „TimeLine Business Solutions Group“ mit sieben weiteren Unternehmen in vier Ländern. Die Gruppe besteht aus zwei Entwicklungsgesellschaften und sechs Consultingunternehmen. Aufgebaut wurde die Unternehmensgruppe Schritt für Schritt. Boris Gebauer trat 1992 die Nachfolge seines Vaters an und baute das IT-Geschäft aus eigener Kraft auf. Zwei Jahre später freute sich Gebauer über vier Kunden. Heute sind es über 700.

gebauer

Christian Sahlihin, jetzt für Marketing und Vertrieb verantwortlich, ist das beste Beispiel für die offene Unternehmenskultur des Unternehmens.

Offene Kommunikationskultur: Gemeinsam gute Lösungen entwickeln

Wir treffen uns mit Christian Salihin in der „Kantine“ des Solinger Stammhauses. Kantine?! Der Raum erinnert eher an ein modernes Restaurant mit rundgebautem Kaminofen, einer professionell eingerichteten offenen Küche, luftig verteilten, stilvollen Esstischen. Allein dieser Eindruck zeigt: Hier geht es um ein Unternehmen, dem seine Mitarbeiter viel wert sind. Genau das bestätigt auch Christian Salihin. Er spricht aus eigener Erfahrung. Nachdem er seine Ausbildung zum IT-Kaufmann bei Gebauer absolviert und als Projektleiter gearbeitet hatte, verließ er das Unternehmen, um zu studieren. Nach fünf Jahren kehrte er zurück, stellte dann aber fest, dass er gerne andere Aufgaben im Unternehmen wahrnehmen würde. „Hier herrscht eine absolut offene Kommunikationskultur“, unterstreicht Salihin. „Jeder hat hier die Möglichkeit, sich persönlich einzubringen. Es gibt regelmäßige Meetings, an denen auch die Geschäftsleitung teilnimmt. In diesen Treffen entwickeln wir auch gemeinsam gute Lösungen für das Unternehmen.“

„Es zählt jede Meinung“

Salihin sprach damals offen an, dass er sich eher in den Aufgabenfeldern „Marketing“ und „Vertrieb“ sehen würde. Er bekam die Chance, sich in den gewünschten Bereichen zu beweisen und zu verwirklichen. Offenbar hat das Unternehmen hier wieder einmal eine gute Entscheidung getroffen. Ein Gespräch mit Christian Salihin, bei Gebauer jetzt verantwortlich für Marketing und Vertrieb, macht Lust, den Beruf zu wechseln beziehungsweise einen neuen zu erlernen. „Alle Mitarbeiter profitieren hier von sehr flachen Hierarchien. Es zählt jede Meinung. Was uns allerdings in der Ausbildung von vielen anderen unterscheidet – Auszubildende tragen bei uns ab dem ersten Tag auch Verantwortung. Sie begleiten erfahrene Projektleiter zum Kunden oder sind auch mal einen Tag mit dem Chef selbst unterwegs.“

Projektverantwortung schon in der Ausbildung

Im Unternehmen stehen sämtliche Mitarbeiter den Auszubildenden mit Rat und Tat zur Seite. Ins kalte Wasser geworfen wird niemand. Schon in einer frühen Phase der Ausbildung Projektverantwortung zu tragen, ist Motivation und Herausforderung zugleich. Ein ausgebildeter IT-Systemkaufmann berichtete zum Abschluss seiner Ausbildung: „Die größte Herausforderung, war die eigenständige Einführung eines Projektes bei einem Kunden. Da es sich um ein komplett neues Projekt handelte, muss man alles alleine planen. Vom Kick-Off-Termin bis hin zur Budget-Planung und dem Abschluss des Projektes. Den Überblick zu bewahren und Problemstellungen in Eigenregie zu lösen, war nicht immer einfach doch gerade das hat mich motiviert und angespornt.“

Einen konkreten „Fachkräftemangel“ in der IT-Branche sieht Christian Salihin nicht. Wir hatten nie besondere Schwierigkeiten, Leute zu finden, aber vielleicht waren wir auch in der privilegierten Lage, dass künftige Mitarbeiter auf uns zugekommen sind. Wir haben bisher über Initiativbewerbungen mehr und qualifiziertere Bewerber gefunden als über Personalagenturen.“ Das spricht für eine starke Arbeitgebermarke. 

 

gebauer

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Ansichtssache Solingen

Bildband „Ansichtssache Solingen“, Möni Quarch & Christian Beier

Kleine Stadt ganz groß!

Ansichtssache Solingen

Der Botanische Garten in Solingen. In 35 Motiven macht der Bildband „Ansichtssache Solingen“ die
Stadt zu einem Kaleidoskop liebevoll ausgewählter Motive.

Wenn ein Ziegenbock  entscheidet, was Kunst ist, der Fotograf des Solinger Tageblatts in der Wupper seine Hosen verliert und seltsame Wesen im HO-Format renommierte Unternehmen und Ausflugsorte auf den Kopf stellen  - dann stimmt da was nicht in der Stadt der Klingen. Könnte man meinen. „Ansichtssache“, kontern Malerin Möni Quarch und Fotograf Christian Beier kurzerhand. Die Künstlerin hatte sich in den Kopf gesetzt, Solingen einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu zeigen. Einmal nicht von oben, räumlich gesprochen, sondern von ganz unten, ebenfalls räumlich gesprochen, aus der Perspektive von Miniaturfiguren. Das sind die kleinen Figürchen, die wir von Modelleisenbahnen kennen. Merkwürdiges geschieht: Plötzlich führen sie ein Eigenleben, ziehen mit der Künstlerin durch die Stadt. Sie lassen sich nieder, wo es ihnen gerade gefällt, während Christian Beier ihr geheimnisvolles Leben fotografisch dokumentiert.

Die Idee ließ sie nicht mehr los. Dann ging es für Möni Quarch um die Projektpartner, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. „Ein professionelles Konzept für Entscheider im Management hatte ich nicht. Ich konnte nur sagen: ‚Ich will es einfach machen!‘“ Die authentische Botschaft überzeugte nicht nur, sondern löste größtenteils sogar Begeisterung aus, bei einem so „verrückten“ Projekt einmal mitzumachen. So wurde aus der Idee Wirklichkeit. Der Bildband „Ansichtssache Solingen“ zeigt jeweils auf einer Doppelseite 35  Motive, einmal aus der Makro-Perspektive, den zweiten Schuss dann aus der Totalen.

So war das auch mit dem Ziegenbock in der Solinger Fauna. Oder besser gesagt: So sollte es sein. Es ging um den Bildausschnitt. Möni Quarch lockte die Tiere mit Futter an. „Es dauerte keine Minute und ich war von den Tieren umstellt, ein riesiger Ziegenbock stieg mir auf die Schulter, und Christian rief mir zu ‚Ein Stück weiter nach links! Nach links … Wie denn …??!. Die Szene war im Eimer, meine Kleidung auch.“  Ähnliches passierte Christian Beier beim Shooting für „Wupperkanutouren“ .Die fotografische Perspektive in der Makroeinstellung wollte nicht wirklich passen. Der Fotograf: „Ich zog die Hose aus und hing in der Unterwäsche bei gefühlten sieben Grad Wassertemperatur in der Wupper. Dann war die Szene glücklicherweise recht schnell im Kasten.“

Anssichtssache Solingen

Ohne Sekundenkleber lief da gar nichts: Möni Quarch und Christian Beier beim Shooting im Solinger „Waschhaus“.  

„Gibst du auf die kleinen Dinge nicht Acht, wirst du Größeres nicht entdecken. Beides fotografisch zu verbinden, beweist, dass Bilder nicht erfunden, sondern empfunden sein müssen“, schreibt der ehemalige Oberbürgermeister Solingens, Franz Haug, in seinem Grußwort. Das sollte jeder Besucher der Solingen-Messe selbst erleben und nachempfinden. „Ansichtssache Solingen“ wird auf der Messe, 12. Bis 14. Juni erstmals vorgestellt und ist natürlich auch ein wunderbares Messe-Souvenir.

Möni Quarch, Christian Beier: Ansichtssache Solingen. Ein Euro pro verkauftem Buch geht an das Palliative Hospiz Solingen (PHoS) e.V.

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Dat mottßte maken! Ein klarer Standpunkt

Dat mottßte maken

Ein klarer Standpunkt

Die Ur-Solinger – gibt es sie überhaupt noch? „Wir alle sind Solingen“, sagt Ute Schulz, eine Ur-Solingerin, „ganz unabhängig von unserer Hautfarbe, unserer Nationalität oder Religion“.  Wenn Ute Schulz das so sagt, ist das auch so. Denn außer ihr, Lothar Steinebach und den Hangkgeschmedden, weiß kaum jemand mehr über den Kern der Solinger Kultur. Sie sind die Analytiker der Solinger Seele. Denn die Kultur einer Gemeinschaft spiegelt sich in ihrer Sprache und die Solinger Sprache, die Mundart, ist nun einmal das Fachgebiet der Hangkgeschmedden. Hangk drop, Lütt! In unserer Sprache zeigt sich unser wahres Gesicht. Mit den Hangkgeschmedden sprachen wir über Arbeitgebermarken, Fachkräfte und den Wert der Solinger Mundart.

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Angela Zincarelli (Bildmitte), Absolventin im Fach Kommunikationsdesign hatte die Idee, mit Solinger Mundart Demenzpatienten zurück ins Heute zu holen. (Foto: Christian Beier)

Uns Ur-Solingern, weiter gefasst: uns Bergischen, ist eigentlich alles suspekt, was wir nicht kennen. Dabei kennen wir doch alles. Und wenn dann mal etwas passiert, das wir eben noch nicht kennen, dann ist uns das eben suspekt! Man muss uns einfach mögen, in unserer manchmal rüden Gradlinigkeit und Ehrlichkeit. Dafür hat bei uns der Handschlag noch eine große Bedeutung. Der Handschlag ist hier ein Vertrag, der mehr Wert hat als Papier, zumindest nachdem wir nun wirklich kein Haar mehr in der Suppe gefunden haben. Dann wird allerdings auch nicht mehr zwischen links und rechts hin und her „geeiert“. Vielmehr lautet das Motto dann: „Dat mottßte maken“ und  „nit kallen, donn“! Wir sind „Krentekacker“, was so viel bedeutet wie, dass wir es sehr genau nehmen, vor allem bei anderen.

Widersprüchlich, menschlich und weltoffen

Zugleich ist der Solinger ein „Nöüschier“, also durchaus interessiert an allem und jedem. Allerdings lassen wir uns nur ungern dabei ertappen. Ur-Solinger – das scheint sich aus all dem abzuleiten, sind keine Sympathieträger. Doch wer sich wirklich einmal die Mühe macht, uns aufs Maul zu schauen, wird sich wundern, wie nett wir sind, wie widersprüchlich, wie menschlich, ja sogar weltoffen. „Wir alle sind Solingen“, das ist von Ute Schulz nicht nur so dahin gesagt, das ist vielmehr ein Selbstverständnis, das vor allem auch Solinger Unternehmer pflegen.

Arbeitgebermarken haben in Solingen Tradition

Als wir auf das Thema „Fachkräfte“ zu sprechen kommen, ein Schwerpunkt-Thema der Solingen-Messe, fällt Ute Schulz der Fall Rasspe ein. „Alles, was hier oben am Stöckerberg wohnte, arbeitete unten bei Rasspe. Rasspe hatte Werkswohnungen, die von Belegschaftsmitgliedern bewohnt wurden. Für die die ersten italienischen Gastarbeiter wurde in den fünfziger Jahren ein Wohnheim gebaut. Das Unternehmen verfügte sogar über eine eigene Kirche – das ‚Henriette-Amalie-Rasspe-Stift‘ und es wurde strengstens darauf geachtet, dass die Leute auch sonntags in diese Kirche gingen. Wir an der Grundschule Stöcken bekamen zu Weihnachten einen Porzellanteller mit Süßigkeiten.“ Natürlich könne man so etwas nicht verallgemeinern, sagt Ute Schulz. „Aber das hat viele Leute an die Firmen gebunden." 

Thema Fachkräfte: Manufakturen gehen eigene Wege

Rasspe – ein klassisches Beispiel für eine alte Arbeitgebermarke, das Schlüsselthema in der brandaktuellen Debatte um Fachkräfte und den Fachkräftenachwuchs. Damit hat vor allem die Schneidwarenindustrie zu kämpfen. „Die typischen Berufe in der traditionellen Herstellung von Schneidwaren können Sie heute nicht mehr lernen“, weiß Lothar Steinebach, der selbst Damaszierer gelernt hat und später ins juristische Fach wechselte. Der „Täschemetzerschlieper“ (Taschenmesserschleifer), der „Metzerschlieper“ (Messerschleifer), der „Bartmetzschlieper“ (Rasiermesserschleifer), der „Schereschlieper“ (Scherenschleifer), der „Schereneeler“ ( Scherennagler) oder der „Ougepliester“, der Mann, der die Grifföffnungen, die Ougen (Augen) bearbeitete – all diese Berufe werden offiziell nicht mehr ausgebildet. Ute Schulz: „Das brachte Traditionsunternehmen wie Herder Windmühlenmesser und Kretzer Scheren dazu, eigene Wege zu entwickeln und bei der Ausbildung ihrer Fachkräfte zu kooperieren. Solingen stellt sich dem Fachkräftethema mit ganz eigenen Konzepten – und das durchaus erfolgreich. In diesen Unternehmen haben auch Jungendliche ohne glänzende Schulabschlüsse noch eine Chance.“

Solinger Mundart auch gegen Alzheimer- Demenz

So bleiben in Solingen wertvolle alte Traditionsberufe lebendig. Ebenso so lebendig wie die Mundart selbst. Angela Zincarelli, Studentin im Fach Kommunikationsdesign, hatte eine außergewöhnliche Idee für ihre Abschlussarbeit: Mit Piktogrammen, grafische Darstellungen aus einer Bild-Wort Kombination, möchte sie in die Erinnerungswelt von Alzheimer-Demenz-Patienten vordringen, die mit Solinger Mundart aufgewachsen sind. Als Experten für den sprachlichen Teil kamen so die Hangkgeschmedden mit ins Spiel. „Das ist der Versuch, diese Menschen durch den Klang der Mundart ins Heute zurückzuholen“, erklärt Ute Schulz.

Im vergangenen Jahr haben die Hangkgeschmedden ihr erstes Hörbuch herausgebracht. Aus gutem Grund. „Mundart zu lesen ist das eine, man muss hören wie Solinger Platt klingt, um den Reiz dieses Dialekts richtig zu genießen“, sagt Lothar Steinebach. „Auf der Solingen-Messe haben die Besucher Gelegenheit, in diese wunderbaren Geschichten hineinzuhören.“

 

Der Schleifer. Ein Aquarell von Lothar Steinebach.
Bergische Motive – Schleifer im Kotten – Aquarell Lothar Steinebach 2011

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Einsteigen und aufsteigen: Auszubildende im Gastgewerbe

Bei Druckrey’s im Kasino kogag

Einsteigen und aufsteigen: Auszubildende im Gastgewerbe

Wer zum professionellen Gastgeber ausgebildet wurde, dem stehen alle Türen offen. Wer in diesem Beruf Bescheid weiß, kann sein Wissen weltweit anwenden. Probleme, eine Anstellung zu finden, die den eigenen Neigungen und Fähigkeiten entspricht, gibt es in dieser Branche nicht. Das ist die deutliche Botschaft von Hermann-Josef Druckrey. Er ist nicht nur Chef seines eigenen Restaurants, sondern auch Ausbildungsbotschafter des Deutschen Hotel und Gaststättenverbandes (DEHOGA). In der Show-Küche informiert Hermann-Josef Druckrey über die vielen Möglichkeiten von Ausbildungen im Gastgewerbe.

druckrey

„Leidenschaft gehört für Hermann-Josef dazu. Nicht nur, was das Kochen angeht. Auch beim Thema Nachwuchs im Gastgewerbe spielt der Ausbildungsbotschafter der DEHOGA ganz vorne mit.“

Hermann-Josef Druckrey ist ausgebildeter Küchenmeister und liebt seinen Beruf. Das ist ganz offensichtlich. Und noch leidenschaftlicher, wenn dies überhaupt möglich ist, widmet er sich dem Thema Ausbildung, genauer: der professionellen Ausbildung im Gastgewerbe. Dieser Zusatz ist deshalb wichtig, weil es eben auch anders geht als „professionell“.  Eine Erfahrung, die der Küchenchef selbst machen musste: „Zu meiner Zeit war der Ton in der Küche sehr rau und es konnte auch schon mal vorkommen, dass die Kochmesser zweckentfremdet wurden und ihre Flugeigenschaften unter Beweis stellten. In einem professionell geführten Betrieb ist so etwas undenkbar.“

In der Küche von Druckrey’s geht es ruhig und konzentriert zu. Die eigene Freude am Beruf überträgt Hermann-Josef Druckrey auf seine Auszubildenden. „Dazu gehört bei mir aber auch mehr als nur die Vermittlung fachlicher Kenntnisse. Bei situativ bedingten persönliche Probleme, die jeder Mensch auch mit in den Beruf bringt, versuche ich zu helfen. So sorgen wir hier auch für stabile und belastbare persönliche Beziehungen. Das zahlt ganz wesentlich auf ein gutes Betriebsklima ein.“

Der Beruf des Kochs bringt viele Herausforderungen mit sich. Ausgezeichnete Kenntnisse über die Herstellung und Zubereitung von Nahrungsmitteln ist dabei nur ein Aspekt. Organisationsgeschick ist ebenso gefragt wie kalkulatorische Fähigkeiten, die Anwendung umfassender Hygienevorschriften sowie die Anpassung an flexible Arbeitszeiten. Vor einigen Jahren noch schreckte das viele junge Menschen ab. „Die Situation hat sich in unserem Ausbildungsberuf rapide gewandelt. Nachwuchsprobleme kennen wir so gut wie gar nicht mehr. Das hat auch mit der Popularität der Fernsehköche wie Tim Mälzer oder Jamie Oliver zu tun. Kochen ist cool“, führt Hermann-Josef Druckrey aus.

Gesucht werden vor allem Restaurantfachleute. „Dieser Zweig des Gastgewerbes schreckt immer noch ab. Häufig fürchten junge Menschen beim Kontakt mit dem Gast, dass sie vielleicht seine schlechte Laune abbekommen. Gute Umgangsformen, Teamfähigkeit, ein sehr gutes kommunikatives Auftreten, das auch Diskretion umfasst sind hier gefragt. Die Aufstiegschancen nach der dreijährigen Ausbildung sind allerdings sehr gut und reichen bei zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten bis zur selbstständigen Führung eines Restaurants“, sagt der Ausbildungsbotschafter.

Auf der Solingen-Messe 2015 steht der Hermann-Josef Druckrey als Ausbildungsbotschafter der DEHOGA zu den vielen Berufen des Gastgewerbes in der Show-Küche Rede und Antwort. Und ganz nebenbei gibt es auch ein paar Kostproben aus der der Hand des Küchenmeisters.

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Über den Glanz der Oberfläche hinaus

BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG

Über den Glanz der Oberfläche hinaus

Die BIA Kunststoff- und Galvanotechnik ist mit ihren verbundenen Unternehmen und weit über 1.000 Mitarbeitern der größte private Arbeitgeber in Solingen und eines der international führenden Unternehmen, wenn es um Oberflächenteile geht. Was im Inneren von Mercedes-Benz, VW, Audi, BMW, & Co. metallisch glänzt kommt oft von BIA.  Das Innovationsunternehmen produziert komplette Bauteile aus einer Hand – Konstruktion, Werkzeugbau, Spritzguss und Galvanik. In den vergangenen Jahren investierte BIA in Solingen erheblich, um den Innovationsvorsprung weiter auszubauen – ein klares Bekenntnis zum Standort. Auf der Solingen-Messe 2015 präsentiert sich BIA als Arbeitgebermarke. Hier ein Interview mit Jörg Püttbach, Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens.

BIA

BIA-Geschäftsführer Jörg Püttbach: „BIA hat sich einen exzellenten Ruf bei den Automobilherstellern erarbeitet und wird in der Kunststoffgalvanobranche als Marke wahrgenommen, die für Innovation, umweltschonende, effiziente Fertigung und beste Qualität steht.“

BIA ist erstmals Aussteller auf der Solingen-Messe. Welche positiven Aspekte verbindet das Unternehmen mit dem Standort und dem bevorstehenden Messe-Event?

Als Inhaber geführtes Unternehmen mit Wurzeln in der Region übernehmen wir Verantwortung für den Standort Solingen und die regionale wirtschaftliche Entwicklung. Bei BIA geht es um galvanische Prozesse, die immer viel mit Chemie zu tun haben. Wir haben es also nicht nur mit spannenden Innovationsthemen zu tun, mit modernen, umweltschonenden Verfahren und modernsten Technologien, sondern auch mit Themen, die die Öffentlichkeit mit vielen Fragen verbindet. Wir freuen uns deshalb darauf, auch auf der Solingen-Messe mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen.

Was macht die Solingen-Messe für Sie als Arbeitgebermarke interessant?

BIA hat sich einen exzellenten Ruf bei den Automobilherstellern erarbeitet und wird in der Kunststoffgalvanobranche als Marke wahrgenommen, die für Innovation, umweltschonende, effiziente Fertigung und beste Qualität steht. BIA stellt allerdings keine Produkte für den Endverbraucher her, so dass unsere Bekanntheit nicht direkt über ein Markenprodukt erfolgt. Deshalb möchten wir BIA als starke Arbeitgebermarke, die wir sind, in der Region noch bekannter machen. Die Messeteilnahme ist somit ein weiterer Baustein in unserer Öffentlichkeitsarbeit, um uns potentiellen Mitarbeitern vorzustellen und allen interessierten Köpfen unsere  Innovationsfähigkeit näher zu bringen.  

bia

BIA präsentiert sich auf der Solingen-Messe als starke Arbeitgebermarke.

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Wertschöpfung für die Weltmarke Solingen

Diefenbach Verpackungen GmbH

Wertschöpfung für die Weltmarke Solingen

Unbeirrt, standhaft und mutig haben sich Solinger Firmengründer sowie Kinder und Kindeskinder allen Herausforderungen der wechselnden Epochen gestellt. Traditionsunternehmen werden zum Teil bereits in der fünften Generation und noch länger geführt. Als die Firma Diefenbach vor 139 Jahren als Schreinerei und Kistenfabrik ihre Geschäfte aufnahm, ahnte niemand, wie sich das Unternehmen entwickeln würde. Wenn sich Geschäftsführerin Jutta Diefenbach-Collings jetzt mit dem Unternehmen auf der Solingen-Messe präsentiert, wird der gewaltige Sprung in die Zukunft moderner Verpackungslösungen deutlich:  Verpackt wird bei Diefenbach alles, was nicht niet- und nagelfest ist – vom Steinway-Flügel bis zur Klinge. So trägt das Unternehmen entscheidend zur Wertschöpfung der Weltmarke Solingen bei.

diefenbach

Sicher von A nach B: Jutta Diefenbach-Collings sorgt mit ihrem Team Güter jeder Art vor Transportschäden zu schützen. 

„Die Wahl des Verpackungsmittels und des Verpackungsmaterials hängt allein vom Produkt  ab, und natürlich von den zu erwartenden äußeren Einflüssen“, sagt Jutta Diefenbach-Collings, „ob es sich nun beispielsweise um Faltkartons, Lager- und Transportbehälter, Zuschnitte, Schachteln, Kisten oder Paletten handelt oder die Entscheidung über Verpackungsmaterialien  wie Papier, Pappe, Holz oder Kunststoffe.“ Drei entscheidende Kriterien hat die Verpackungsspezialistin dabei im Blick: den zuverlässigen Schutz des Packgutes vor Transport- und Lagerschäden, den Transport wirtschaftlich abwickeln zu können sowie die rationelle und platzsparende Lagerung.

Gearbeitet wird bei Diefenbach mit ganz verschiedenen Materialien wie Holz, Kunststoff und Wellpappe. Vor allem die Wellpappe ist wichtig. Denn daraus entstehen bei Diefenbach auch die großvolumigen Kartons. Sie erinnern sich: Stichwort „Steinway“. Wer hätte gedacht, dass die Luxusinstrumente dieses Herstellers auf einer Palette mit einem Pappkarton aus Solingen auf die Reise gehen? Wer die robusten Kartonagen betrachtet, stellt fest – da kann nichts schief gehen.

diefenbach

Gut verpackt – die Idee einer Sitzgruppe aus Verpackungsmaterial!

 

„Auf der Solingen-Messe möchten wir zeigen, wie flexibel unser Verpackungsmaterial ist“, kündigt die Geschäftsführerin an. „Bestaunt werden kann bei uns beispielsweise die Müngstener Brücke. Dafür müssen die Messe-Besucher noch nicht einmal das Gelände verlassen. Wir stellen das Monument aus – und zwar aus Pappe!“ Und nicht nur das: Messe-Besucher, die bei Diefenbach eine kleine Pause einlegen möchten, haben dazu auf bequemen Möbeln die Möglichkeit. Diefenbach zeigt Sitzgelegenheiten – gefertigt aus Styropor. Was man aus Verpackungsmitteln nicht alles machen kann – überzeugen Sie sich selbst, auf der Solingen-Messe 2015, vom 12. bis 14. Juni!

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Was einen guten Botschafter ausmacht

Präsenta Promotion International GmbH

Was einen guten Botschafter ausmacht

Die Welt ist voller Botschaften. Jeder hat eine, und kein anderer will sie mehr hören. Wie stechen wir dann als Unternehmen oder auch Personen überhaupt noch heraus? Was müssen wir tun, um gehört zu werden, um einen Eindruck zu hinterlassen, der zu einer echten Beziehung führt? Im Grunde ist die Antwort ganz einfach. Es geht um „Echtheit“ beziehungsweise das schwierige Wort „Authentizität“. Echt ist, wenn die Botschaft auch zum Botschafter passt – oder umgekehrt, wie immer Sie wollen. Dann klappt es auch mit dem Adressaten. Ein Solinger Unternehmen, das davon sehr viel versteht, ist die Präsenta Promotion International GmbH. Ach ja, die mit den Werbeartikeln. Nein, weit gefehlt.

praesenta

Thomas Herriger, geschäftsführender Gesellschafter der Präsenta GmbH macht Fullservice-Angebote auch attraktiv für Kleinunternehmer und den Mittelstand.

Wie wichtig der authentische Auftritt ist, weiß Thomas Herriger, geschäftsführender Gesellschafter von Präsenta, aus eigener Erfahrung. Mit der Branche konnte Herriger als junger Mann nicht so viel anfangen. Architektur wollte er studieren. Statt Architekt wurde er Kaufmann und entdeckte sein Talent im Vertrieb. Wenn Thomas Herriger von „Vertrieb“ spricht, verliert der Begriff seine aufgeblähte Bedeutung und beginnt sich, auf die angenehmste Weise zu entschleunigen. Jetzt klingt das Wort  „Vertrieb“ so beruhigend wie das „Om“ in einem Zen-Garten. „Ich hatte von Vertrieb überhaupt keine Ahnung,  habe aber in Verhandlungen und Präsentation darauf geachtet, ehrlich zu bleiben und nur das zu versprechen, was ich auch tatsächlich halten kann. Das hat scheinbar überzeugt.“ So einfach und so erfolgreich kann Echtheit sein.

Spitzenstellung bei Konzernkunden

Seit 1957 operiert das familiengeführte Unternehmen auf kontinuierlichem Wachstumskurs im Markt. Internationale Konzerne zählen zum Teil schon seit 20 Jahren zu den Stammkunden. Derart stabile Beziehungen zur Konzernwelt sind für mittelständische Unternehmen eine große Ausnahme. Dahinter muss schon etwas Besonderes stecken. Das Besondere zu vertreten ist eine anspruchsvolle Aufgabe: „Wenn der Einkauf zunehmend das Sagen hat, wird es mit den guten und gewachsenen Beziehungen schwieriger, dann geht es weniger um Qualität als um nackte Zahlen. Dann ist Überzeugungskraft gefragt“, resümiert Thomas Herriger, der in den vergangenen zwei Jahrzehnten aus Präsenta mit viel Mut und Einsatz  ein modernes und ein ebenso kreatives wie innovatives Unternehmen geformt hat.

Fullservice-Dienstleistungen auch für Kleinunternehmen und Mittelstand

Die großen Namen gehören nach wie vor zur Kundschaft. „Viele wissen aber nicht, dass wir sehr gerne auch für kleinere Unternehmen und sogar Privatpersonen arbeiten. Das möchten wir jetzt auf der Solingen-Messe bekannter machen“, sagt Thomas Herriger, der sein Unternehmen von den Solinger Christians-Villen aus steuert, die der Unternehmer als neoklassizistisches Kleinod  liebevoll wieder auferstehen ließ.

Die Denkfabrik für gute Botschaften

Als Denkfabrik für gute Botschaften hat Präsenta in Sachen Dienstleistungstiefe zum Jahresbeginn noch viel tiefer gegraben. Für Kunden entwickelt das Unternehmen Online-Shops, 27 virtuelle Verkaufsstellen wurden bereits aus der Taufe gehoben. Die hauseigene Druckerei liefert Siebdruck, bedruckt runde und gewölbte Objekte, Textilien und Etiketten, liefert Digitaldrucksachen und Lasergravuren. Eine eigene Abteilung, die auch von Kunden dazu gebucht werden kann, ist die Logistik. Hier geht es nicht nur um moderne Lagerhaltung, sondern auch um die Einlagerung von Kommissionsware, das Verpacken und Konfektionieren.

praesenta

Von der fachgerechten Einlagerung über den Versand bis hin zum Geschenkverpackungsservice. Mit der Logistik-Unit von Präsenta bleiben Unternehmen in Bewegung.

Entwicklung eigener Produkte

Und natürlich entwickelt das Unternehmen auch eigene Werbeartikel wie den „Schirm aus der Tube“ oder den repräsentativen Apfelhalter. Kooperationen mit dem Bastei Lübbe Verlag und dem Designartikelhersteller Räder runden das Angebot von 60.000 Artikeln ab. Mit anderen Worten: Präsenta ist Fullservice-Anbieter und hält, was das Unternehmen verspricht. Präsenta ist echt, authentisch. Dasselbe gilt für Thomas Herriger, der als Solinger Unternehmer eine Meinung hat und damit auch nicht hinter den Berg hält.

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Über 60.000 hochwertige Werbeartikel präsentiert der Online-Shop des Fullservice-Anbieters.

Ein Perspektivwechsel

„Solingen hat viele Chancen. Die Stadtmarke ist ja auch deshalb entstanden, weil es hier sehr kreative Menschen gab, die Dinge anders und besser gemacht haben, als andere. Heute habe ich das Gefühl, dass uns die Erfahrung aus anderen Ländern fehlt, um bei der Infrastruktur rasch aufzuholen“, antwortet der Unternehmer auf die Frage, ob und wie wir als Stadt aufholen sollten. „Beispiel China: Dort werden komplexere Bauprojekte innerhalb einen halben Jahres umgesetzt. Hier brauchen wir für Straßen oft Jahre. Zu Leistungen gehört ja immer auch der Zeitfaktor.“

Kreatives Potenzial am Standort

Wenn im Interview ein Satz fällt wie „Wir sollten aus unserer Stadt nicht mehr machen wollen, als sie ist“, dann ist es da wieder, das Plädoyer für das Echte, Authentische. „Warum stellen wir nicht die Pfründe ganz nach vorne, über die wir doch verfügen? Wir leben in einer Region, die von kreativen und innovativen Impulsen nur so strotzt“, meint der Chef von Präsenta.

Solingen: Ein Eldorado für Produktentwickler

Solingen ist beispielsweise ein Eldorado für Produktentwicklung mit so vielen exzellenten Zulieferern und Dienstleistungsbetrieben. Die Stadt profitiert von ihrer Nähe zu den attraktiven Rhein-Metropolen. Thomas Herriger: „Warum sollten wir nach den Sternen greifen? Das brauchen wir doch gar nicht! Was uns fehlt ist Flair. Und das schaffen kleinere Städte doch auch! Wir brauchen Macher.“

 Der gute Botschafter

„Er hat alle Qualitäten, die ein guter Botschafter braucht“, heißt es in der Imagebroschüre des Unternehmens. „Er ist sympathisch, gern gesehen und überall willkommen. Er trägt Ihre Botschaft dauerhaft in die Welt. Er ist im Alltag allgegenwärtig und bleibt oft viele Jahre lang in Gebrauch. Der Werbeartikel.“ Und der ist bei Präsenta mehr. Er ist ein guter Botschafter für Sie und Ihre Marke. Überzeugen Sie sich selbst. – auf der Solingen-Messe 2015.

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Besondere Drucktechniken wie der Tampondruck zählen zu den Angeboten der hauseigenen Druckerei.

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Ein Unternehmen mit doppeltem Schneid

E. u. W. Niegeloh GmbH & Co. KG

Ein Unternehmen mit doppeltem Schneid

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Durchs Auge mitten ins Herz der Scherenkunst. Liebe und Leidenschaft sind für das Unternehmen die Grundlage seines großen Erfolgs. 

Die Geschichte von Messer und Schere klingt erst einmal ein bisschen traurig. „Messer sind männlich, Scheren eher weiblich“, erläutert Tim Niegeloh das Verhältnis der beiden Schneidwerkzeuge. „Scheren, na gut, die braucht man. Messer dagegen, die möchte man gern haben.“ Wir wenden ein, dass eine Schere doch im Grunde aus zwei Messern bestehe, die durch eine Schraube verbunden sind, sie habe doch, wenn so will, doppelten Schneid. Zudem könne das Messer doch „nur“ schneiden, die Manicure-Schere doch noch mehr, sie könne schneiden und pflegen. An dieser Stelle verliert das Messer nun einmal eindeutig das Rennen und Tim Niegelohs Gesicht ist von Freude erfüllt. Dazu hat er auch allen Grund. Denn die Familie Niegeloh ist der prominenteste deutsche Hersteller anspruchsvoller Manicure- und Pedicure-Produkte, die weltweit gefragt sind.

Sehen, fühlen, riechen – Pflegekultur für alle Sinne

In den edelsten Etuis kommen beispielsweise die Nagel-Necessaires von Nigeloh daher. Doch über die Schneid- und Pflegeprodukte von Nigeloh lässt sich schlecht schreiben. Das werden die Besucher der Solingen-Messe 2015 bestätigen. Man muss sie sehen, fühlen, in der Hand halten und riechen. Der Begriff „Kultur“ materialisiert sich hier in außergewöhnlichen Kombinationen von Edelstahl und Leder. Tim Niegeloh leitet die Produktion und verkörpert damit das „technische Herz“ des Familienunternehmens: „Bis zu 40 verschiedene Arbeitsgänge benötigt beispielweise eine gute Nagelschere. Es kommt auf Feinheiten an. Die Schere muss gut in der Hand liegen, die Schneidblätter gleichmäßig hohl ausgeschliffen sein, die Gängigkeit der Schere gewährleistet sein, das heißt die Scherblätter müssen sich gleichermaßen sanft öffnen und schließen lassen. Höchste Schnittfähigkeit vom Anfang bis zum Ende der Klinge ist gefragt.“

niegeloh

Alt-ehrwürdiges Handwerk sorgt für den letzten Schliff.

Wenn Scheren „fressen“: High End und die Schere aus dem Supermarkt

Scheren haben zwei Scherblätter, die aneinander reiben. Weisen die jeweilige Stähle eine unterschiedliche Härte auf, dann „fressen“ sich die Scherblätter, die Schere wird stumpf und schneidet nicht mehr. Damit das nicht passiert setzen Spezialisten bei Niegeloh auf feinste Werkzeugstähle, Solinger Handwerkskunst, die sich mit automatisierter Fertigung paart. „Alle Produktionsschritte von der Bearbeitung der Rohware bis zur Endkontrolle unserer Produkte nehmen wir selbst vor. So garantieren wir anspruchsvollen Kundinnen und Kunden unsere gleichbleibend hohe Qualität“, erklärt Tim Niegeloh. Wir sehen es den Manicure- und Pedicureprodukte des Unternehmens an: Von der ersten bis zur letzten Naht der Etuis bis zur Verarbeitung der Haut- und Nagelscheren, Feilen sowie der weiteren Pflegeinstrumente im Etui – hier haben wir Spitzenprodukte vor uns, made in Solingen. Man muss die Produkte wirklich erleben – und am besten gleich eines dieser exklusiven Nagel-Necessaires nachhause tragen. Dazu bietet die Solingen- Messe eine einmalige Chance,

Marke Solingen steht für Qualitätsversprechen

Dass die meisten Kunden von Niegeloh heute im Ausland zu finden sind, ist nur auf den ersten Blick erstaunlich. Schwager Ralph Ebner, der als Vertriebschef die Expansion des Unternehmens im Ausland begleitete und heute die Geschäfte führt, erklärt: „Im Ausland steht  die Marke Solingen einfach durch ihr Qualitätsversprechen höher im Kurs. Hier im Inland entscheiden Käufer häufiger nach dem Preis, weniger nach der Qualität eines Produktes.“ Chancen auf eine noch bessere Positionierung der Weltmarke Solingen – auch im Inland –  sehen Tim Niegeloh und Ralph Ebner durchaus. Ralph Ebner: „Wenn die Solinger selbst wieder mehr Wert auf den Glanz ihrer Weltmarke legen, hat die Klingenstadt beste Chancen, ihren Ruf im Markt auszubauen.“

niegeloh

Die Automatisierung wichtiger Arbeitsschritte sorgt für gleichbleibend hohe Qualität. Das traditionelle Handwerk ersetzen die Roboter indes nicht. 

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Industrie 4.0: Schmieden und Schleifen auf High-Tech-Niveau

Heinz Berger Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Julius Kirschner & Sohn GmbH & Co. KG, Junior Uni Wuppertaler Kinder- und Jugend-Universität für das Bergische Land gGmbH 

Industrie 4.0: Schmieden und Schleifen auf High-Tech-Niveau

Bis ein Kochmesser in der Hand eines Küchenchefs seine Arbeit verrichtet, hat es einen weiten Weg zurückgelegt, von der geschmiedeten Rohware über den letzten Schliff bis hin zum Finish. Das Schmieden, Schleifen und Polieren übernehmen über weite Strecken spezialisierte Maschinen, die von ebenso spezialisierten Unternehmen hergestellt werden. Für Solingen ist das die Heinz Berger Maschinenfabrik, das Stammhaus der Berger Gruppe. Ein sehr enger Kooperationspartner von Berger ist die Schmiede der Julius Kirschner & Sohn GmbH Co. KG. Die High-Tech-Schmiede produziert Rohlinge mit höchster Präzision. Beide Unternehmen präsentieren den Gästen der Solingen-Messe 2015, wie Schmieden und Schleifen auf High-Tech-Niveau abläuft. Und nicht nur das: Für ein Erlebnis der besonderen Art sorgt dabei ein echter Industrie-Roboter, der auf der Messe nur von Kindern und Jugendlichen bedient werden darf. Das macht die Wuppertaler Junior Uni möglich. Sie wird von der Berger Gruppe mit Sponsoring unterstützt.

berger

Die industrielle Fertigung von Messern, Gabeln und Scheren braucht Schmiede-Rohlinge nach exakt vorgegebenen Toleranzen. Diese Ware kommt vielfach von Julius Kirschner & Sohn.

Schmiede-Technologie bei Julius Kirschner & Sohn: „Wir sind der letzte Mohikaner“

Die Zeiten von Peter Hahn, dem Urtyp des Solinger Schmieds aus dem 18. Jahrhundert, sind natürlich längst vorbei. Das Werkstück, das in der Glut erhitzt und dann per Hand mit dem Hammer in Form geschlagen wird – das können wir heute in Solingen nur noch in der Event-Schmiede (ebenfalls Aussteller der Solingen-Messe) erleben. Deshalb sagt Norbert Grobosch, Geschäftsführer der Solinger HSH Schmiedeholding sowie dem Unternehmen Julius Kirschner: „Wir sind der letzte Mohikaner!“ Für die industrielle Fertigung von Messern, Gabeln und Scheren sind Schmiede-Rohlinge gefragt, die exakt vorgegebene Toleranzen erfüllen.  Im Warmschmiede-Verfahren produziert die Schmiede Julius Kirschner Rohlinge, die auf 4/10 mm genau die Vorgaben erfüllen, bei kalt verformten Teilen liegt der Toleranzbereich sogar bei  1/10 mm. Das ist der Grund, warum das Unternehmen zum engen Kooperationspartner der Berger Gruppe wurde. Norbert Grobosch: „Eine Schleifmaschine arbeitet heutzutage im Bereich vordefinierter Toleranzen. So stellt die Maschine höchste Anforderungen an die Rohware. Sie muss diese Toleranzen auf das Genaueste erfüllen. Das heißt Berger und wir entwickeln gemeinsam mit Kunden Bezugspunkte auf denen die High-Tech-Maschinen von Berger aufbauen und so zu genauen Lösungen führen.“

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Automatisierung in Form von Robotik spielt bei einigen Schneidwaren-Herstellern seit den 70er-Jahren eine zentrale Rolle. In dieser Zeit wurde der Ausbildungsberuf des Messerschleifers von der Kammer abgeschafft. Damit haben einige Unternehmen den Umstieg auf die Automatisierung eingeleitet.

 „Es geht nicht um die großen Lösungen, sondern allein um die richtigen“

Das entspricht auch dem Grundprinzip der Berger Gruppe: Genau die Lösung zu entwickeln, die dem Kunden weiterhilft.  Es gibt wohl kaum einen Solinger Hersteller von Messern und Bestecken, der ohne Berger-Maschinen auskommt. Seit den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist das so. Alles begann bei Berger mit der Herstellung und dem Vertrieb von Schleifsteinen. Dann kam Heinz Berger auf den Gedanken, dass sich ebenso gut eine Maschine um den Schleifstein bauen lässt. Heute ist das Maschinenbau-Unternehmen weltweit gefragter Lieferant für Schleif- und Poliermaschinen sowie CNC- gesteuerte Robotik. „Uns geht es vor allem darum, Lösungen für unsere Kunden zu finden, so anspruchsvoll die Aufgabenstellung auch sein mag. Dabei geht es nicht notwendig um große Lösungen, sondern allein um die richtigen“, sagt Marco Chiesura, der als Geschäftsführer die Vertriebsaufgaben der Unternehmensgruppe wahrnimmt.  Auf der Solingen-Messe 2015 möchten wir dem Publikum zeigen: Was ist heute schon möglich? Es geht bei unserer Präsentation also nicht um Zukunftsmusik, sondern um die tatsächliche Praxis.“

berger

Dr. Andreas Groß (links) und Marco Chiesura führen die Geschäfte der Unternehmensgruppe. Die Berger Gruppe ist einer der wichtigsten Partner der Solinger Schneidwaren-Industrie.

Solingen-Messe: Robotik auch für 4 bis 20-Jährige

Am Stand der Berger Gruppe präsentiert sich auch die Junior Uni mit dem Thema Robotik. Junge Messe-Gäste können sich hier in der Programmierung erproben, von der Lego-Robotik mit „WeDo-System“ über „Lego-Mindstorms“ bis hin zum Industrie-Roboter. Das Konzept der Junior Uni:  Schulbegleitend führt diese Einrichtung Vorschulkinder, Jugendliche und junge Erwachsene an praxisnahes Wissen in vielseitigen Fachgebieten heran. Dr. Ina Krumsiek, Geschäftsführerin der gemeinnützigen GmbH: „Wir binden sehr viele Themen aus Einrichtungen und Unternehmen der Bergischen Region in unsere Kurse ein. Auch komplizierte Themen wie das Thema Robotik bearbeiten wir ‚spielerisch‘ auch schon mit ganz jungen Menschen. Je älter die Junior Uni-Studenten sind, desto stärker ist die wissenschaftliche und berufsorientierte Ausrichtung unserer Angebote.“

berger

Dr. Ina Krumsiek, Geschäftsführerin der Junior Uni: „Wir binden sehr viele Themen aus Einrichtungen und Unternehmen der Bergischen Region in unsere Kurse ein. Auch komplizierte Themen wie das Thema Robotik bearbeiten wir ‚spielerisch‘ auch schon mit ganz jungen Menschen.“ Am Messe-Stand der Berger Gruppe können sich junge Besucher in der Kunst der Programmierung erproben. 

Fachkräfteentwicklung der Zukunft

Auf diese Weise lernen Kinder und Jugendliche auch schon sehr früh viele faszinierende Unternehmen und Themen aus unserer Region kennen. Für viele jungen Menschen ist es dann später einmal, wenn es um die Berufswahl geht,  auch wahrscheinlich, dass sie sich mit den Themen unserer Region befassen werden. Das schafft zugleich auch eine Bindung ans Bergische Land, die den ein oder anderen möglicherweise auch dazu bewegen wird, nicht wegzuziehen. Dieses frühzeitige Neugierigmachen auf die spannenden Themen in der Region ist sicherlich auch ein erster großer Schritt zur Fachkräfteentwicklung der Zukunft. 

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Qualität die Weltruf besitzt

Weltruf muss man sich hart erarbeiten.

Solingen tut dieses seit 700 Jahren. Die Basis des Erfolges ist dabei die hohe Qualtiät der Produkte. Noch heute werden Messer, Scheren und Bestecke in Handarbeit mit hoher Präszission und Handwerkskunst gefertigt. Angefangen hat alles Mitte des 13. Jahrhunderts: Laut der bekannten Aufzeichungen werden seit Mitte des 13. Jahrhunderts in Solingen Schneidwaren hergestellt. Waren es ursprünglich vorwiegend Hieb- und Stichwaffen, hat sich bis heute die Produktpalette stark erweitert und reicht von Bestecken, Messern, Scheren, Rasierklingen bis hin zu Spezialanfertigungen und Industriemessern.

marke solingen

Wie die Geschichte sich entwickelt hat und warum Solingen weltberühmt wurde, erfahren Sie unter http://www.solingen-like.de/marke/geschichte-solinger-schneidwaren.html

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„Was gut schmeckt, ist eine Frage der Prägung“

Kinder-Kochwerkstatt

„Was gut schmeckt, ist eine Frage der Prägung“

Geht es nach der Zukunftsstudie von Nestlé, kann mit unserer Ernährung eigentlich nichts mehr schief gehen. Demnach freuen wir uns darauf, künftig Verantwortung für uns selbst zu übernehmen. „Ressourcen schonende Ernährung in einer werteorientierten Gesellschaft“ wird uns gefallen. Mit anderen Worten, wir werden nur noch Produkte kaufen, die auch unseren eigenen Werten entsprechen, kein Tier soll dann mehr für unsere Vorstellung von feiner Küche sterben. Vielmehr werden wir uns ein Vorbild an den Ländern Afrikas und Asiens nehmen. Algen und Insekten sollen in den kommenden Jahrzehnten als Proteinlieferanten auf unseren Tellern landen, natürlich vorausgesetzt, die Darreichungsform stimmt. An Algen und Insekten erinnern soll unsere Nahrung nämlich nicht. Zu groß sind die kulturellen Barrieren.

kinderkochwerkstatt

Die Sozialpädagogin und Ernährungsberaterin Alexandra Nolte gewöhnt Kinder und Jugendliche an gesunde Ernährung. Kochen ist cool: Schon bald präsentiert sie ihre Angebote auch an weiterführenden Schulen.

Dabei sind guter Geschmack und werthaltige Nahrung allein eine Frage der Prägung. So sieht es Alexandra Nolte, Dipl. Sozialpädagogin und ausgebildete Ernährungsberaterin. Sie gründete vor sieben Jahren die Solinger Kinder-Kochwerkstatt. Ihre Ziele: Kindern den Spaß an der Zubereitung frischer Speisen und gesundem Essen zu vermitteln. Damit ist die Unternehmerin sehr erfolgreich. „Oft höre ich, dies oder jenes isst mein Kind nicht. Fangen wir dann aber an, Speisen zuzubereiten, sind die Kinder plötzlich mit Leib und Seele dabei. Dann wird Teig geknetet, frische Pasta zubereitet,  Zutaten für die Gemüsecreme-Suppe schnibbeln – das macht meinen Gästen sichtlich Spaß, und Gemüse verliert in der pürierten Suppe seinen Schrecken. In dem Augenblick, in dem Kinder selbst etwas machen können, erleben sie das Thema ‚Essen‘ hautnah und entwickeln wie von selbst den Bezug zu frischen Zutaten und gesunder Ernährung.“

Zeit in der heimischen Küche ist ein knappes Gut

Zeit ist in vielen Familien zum knappsten Gut geworden. Das wirkt sich auch auf die Ernährung aus. Sofern Eltern ihre Kleinen überhaupt noch mit gesunden Pausenbroten auf den Weg schicken, anstatt ihnen das Geld für die Bäckerei oder den Kiosk in die Hand zu drücken – Zuhause an das Thema „Kochen“ herangeführt werden nur die wenigsten Kinder. „Das ist klar“, sagt Alexandra Nolte. „Es geht um Zeit. Und es geht viel schneller, selbst das Essen vorzubereiten als dem Nachwuchs mühsam beizubringen, wie es geht.“

kinderkochwerkstatt

Seit sieben Jahren ist die Kinder-Kochwerkstatt erfolgreich in Sachen guter Geschmack.

Ernährungstraining in Grundschulen

Diese Lücke schließt die Sozialpädagogin mit der Kinder-Kochwerkstatt. Beispielsweise mit dem Projekt “Mit Frühstückspower bin ich schlauer”. Mit diesem Projekt begeistert die ausgebildete Ernährungsberaterin Lehrer und Schüler in Grundschulen, zeigt spielerisch, was in eine Butterbrotdose gehört. Wenn ein Kind zuhause darum  bittet: „Du Mama, pack‘ mir doch einmal den Apfel ein statt den Schoko-Croissant oder das Milchbrötchen“, dann sei es auch für Eltern leichter, ihre Kinder auf eine gesündere Ernährung umzustellen, sagt Alexandra Nolte.

Kinder haben Lust, selbst zu experimentieren

Kinder von bevorzugten Speisen auf andere umzustellen – geht das überhaupt? In der Kochwerkstatt für kleine Gourmets funktioniert das. „In ihren geschmacklichen Vorlieben folgen Kinder keinem genetischen Befehl, mit dem sie quasi schon geboren wurden. Einzig bei Babys gibt es hier und da schon mal unterschiedliche Vorlieben für süßere Speisen“, unterstreicht Alexandra Nolte. „Was sich aber an geschmacklicher Neigung in der Kindheit durchsetzt ist ganz wesentlich eine Frage der Prägung. Und dabei hilft, dass Kinder Lust darauf haben, zu experimentieren.“

Kiinderkochwerkstatt

Alexandra Nolte will möglichst viele junge Anfänger-Köche begeistern:  „Viele Jugendliche helfen gern Zuhause beim Kochen mit oder experimentieren sogar selbst mit neuen Rezepten.“

Auch Jugendliche finden das Kochen „cool“

Alexandra Nolte ist zurzeit damit beschäftigt, ein Angebot für weiterführende Schulen in die Köpfe zu bringen: die Jugend-Kochwerkstatt. Themen wären hier unter anderem Koch-Events mit vegetarischen und veganen Gaumenfreuden. „Ich glaube, dass auch dieses Angebot einschlagen wird“, sagt die Ernährungsspezialistin. „Viele Jugendliche helfen gern Zuhause beim Kochen mit oder experimentieren sogar selbst mit neuen Rezepten. Dazu wird es in der Jugend-Kochwerkstatt reichlich geben.“  Zum Beispiel mit Zucchini-Spaghetti und Tomatensoße. Voll vegan, voll cool, voll lecker! Die Redaktion durfte probieren und sie kommt gerne wieder!

Curry-Wurst im 3D-Format – schmeckt das?

Trotzdem: Trendforscher fragen nun vielleicht: Lohnt sich das alles überhaupt, wenn irgendwann in naher Zukunft in jedem Kinderzimmer ein 3D-Drucker steht, der auch Curry-Wurst fabrizieren kann? Ob es sich lohnt? In jedem Fall. In Unternehmen wie der Kinder-Kochwerkstatt lernen die 3D-Anwender von morgen, was den geschmacklichen Unterschied macht. Wie das geht, erleben die Besucher der Solingen-Messe 2015 live bei Alexandra Nolte und ihren jungen Sous-Chefs. Sommerlich-frische Kreationen stehen auf dem Plan. Also: Mitmachen, es sich schmecken lassen und Spaß haben!

Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Eine riesige Herausforderung: Externe Bewerber adé!

Peiniger Personalberatung

Eine riesige Herausforderung: Externe Bewerber adé!

Was überhaupt unter einer Fachkraft zu verstehen ist, das erklären verschiedene Definitionen. Sehen wir gemeinsam mit Anke Andrea Peiniger einmal von diesen Definitionen ab und denken ganz neu. „Fragen wir doch einfach einmal die Arbeitgeber, was sie überhaupt unter einer Fachkraft verstehen“, fordert die gestandene Personalberaterin. Die Peiniger Personalberatung geht mit dieser Frage einen ganz eigenen Weg und ist sich bewusst: Die Antwort stellt Arbeitgeber vor einer „riesige Herausforderung“. Diese Herausforderung besteht darin, die „Fachkraft“ nicht mehr nur im externen Bewerbermarkt zu suchen, sondern vielmehr im Unternehmen selbst. „Kompetenz von innen“ nennt Peiniger ihr Konzept. Internes Headhunting soll verborgene Kompetenzen unter bereits vorhandenen Mitarbeitern aufdecken und weiterentwickeln.


Die Personalberaterin Anke Andrea Peiniger geht mit „internem Headhunting“ neue Wege.

Generalisten unter Mitarbeitern entdecken

Damit kommt der Personalentwicklung vor allem bei kleineren und mittleren Unternehmen künftig eine, wahrscheinlich sogar die prominente Rolle zu. „Die Bewerber, die künftig in der Industrie 4.0 gesucht werden, brauchen generalistische Fähigkeiten und vor allem die Kompetenz komplex, das heißt vernetzt denken zu können und sie sollten in einem Gebiet Spezialist sein. Die Suche nach dem Mitarbeiter 4.0 beginnt also bei den „Spezialisten“ im eigenen Unternehmen.

Kompetenzschub auf der Solingen-Messe 2015

Diesen Gedanken will Anke Peiniger auf der Solingen-Messe in die Köpfe der Unternehmerinnen und Unternehmer bringen. Seit gut 20 Jahren unterstützt die Peiniger Personalberatung überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen mit Personalberatung und Personalvermittlung. Ihr Geschäft kennt Peiniger aus dem Effeff. Das wird schnell klar. Bevor sie sich in den 90er Jahren selbstständig machte, war sie Personalleiterin eines großen mittelständischen Unternehmens. Ihr Know-how brachte sie bis in den Vorsitz des ehemaligen Bundesverbandes für Personalvermittlung.

Eine Solinger Unternehmensmarke

Als gefragte Gesprächspartnerin verschiedener Sendeanstalten war sie gern gesehener Gast etwa in der Talkrunde von Sabine Christiansen. Ohne große Vorrede kommt sie schnell auf den Punkt. Kein Zweifel: Anke Andrea Peiniger ist eine Solinger Unternehmensmarke. „Ich bin bekannt für Konsequenz und klare Worte. Das ist vielleicht nicht immer ganz angenehm. Aber letztlich werden wir genau dafür geschätzt.“  Von dem Markenansatz der Solingen-Messe ist Peiniger nach wie vor begeistert. Die Klingenstadt wieder als Weltmarke zu positionieren, hält sie für „sehr geschickt“. Solingen sei nach wie vor eine noch schlummernde Stadtmarke mit viel Potenzial.

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Küchenprofis zelebrieren Kochen als Erlebnis

Kochshop Solingen GmbH

Alles aus der Welt des Kochens und Backens

Als im April 1923 Artur Schmitz sein Unternehmen gründete, um die Gastronomie zu beliefern, ahnte er noch nicht, dass sich daraus 80 Jahre später eine der wichtigsten Marken rund um die Themen Kochen und Backen entwickeln würde. Heute, rund 90 Jahre später, in dritter Generation, steht die Solinger Marke KÜCHENPROFI mit den weiteren Marken cilio, Zassenhaus und Spring mit über 100 Mitarbeitern und ihrem Kochshop für weit über 3.000 Artikel. Zahlreiche Eigenentwicklungen, die in enger Kooperation mit namhaften Designern entstanden sind, zeichnen das Sortiment aus.

Vier Marken für geballte Kompetenz in der Küche

 Das Inhaber geführte Unternehmen hätte längst irgendwo anders hin expandieren können, schwört aber auf den Standort Solingen. „Das ist unsere Heimat“, sagt Geschäftsführer Stefan Schmitz. „Die geben wir nicht auf.“ Das Unternehmen ist heute unter vier Marken tätig, KÜCHENPROFI, cilio, Zassenhaus und Spring. Die beiden zuletzt genannten Marken waren ursprünglich keine Solinger Unternehmen. Stefan Schmitz: „Wir haben Sie in diesen Standort integriert. Diese Marken werden jetzt von Solingen aus gesteuert. Das gilt auch für das gesamte Produktmanagement inklusive Produktdesign.“ Erfolgreich kombiniert das Unternehmen die hohe Funktionalität seiner Produkte mit ästhetisch zeitlosem Design. Wer in Solingen lebt, kann sich davon im Kochshop, dem großzügig angelegten Werksverkauf am Höhscheider Weg selbst überzeugen.

kochshop

Gesund – der Smoothie Maker aus Solingen, unter anderem für Getränke aus Obst und Gemüse. Zwei transportable Behälter sorgen für Trinkgenuss auch unterwegs.

 

Kochshop Solingen - der Werksverkauf für Haushaltswaren in Solingen

Auf über 300 qm hat die KÜCHENPROFI-Gruppe einen beeindrucken Werksverkauf mit über 2.000 Artikel am Höhscheider Weg geschaffen. Die hellen, großzügigen Räumlichkeiten halten für den ambitionierten Hobbykoch alles bereit, was das Herz begehrt – vom Schneebesen, über den Trüffelhobel bis hin zum neuen Smoothie Maker oder dem TeaBoy. Ergänzend zu den Produkten der vier Marken sind auch Artikel der Marken Kitchenaid, Wüsthof, ISI, Kaiser und Birkmann erhältlich. Außerdem findet man einen großen Bereich mit 2. Wahl- oder Auslauf-Artikel, bei denen immer das ein oder andere Superschnäppchen zu finden ist. Alle Produkte werden auch zu attraktiven Messe-Preisen angeboten.

kochshop

Geniale Teezubereitung. Einfach die Zeit einstellen. Der TeaBoy kümmert sich um den Rest.


Werksverkauf als Besuchermagnet

Den Kochshop bringt Stefan Schmitz damit jetzt mit noch mehr Angeboten auf die Solingen Messe und sorgt damit bei den Besuchern gewiss für einen Magneten: „Selbst von außerhalb begrüßen wir im Kochshop am Höhscheider Weg Kundschaft. Die Angebotspalette und Sortimente sind längst auch über die Stadtgrenzen hinaus zu einem Fixpunkt geworden“, sagt KÜCHENPROFI-Geschäftsführer Stefan Schmitz. Im Thema „Werksverkauf“ sieht Schmitz auch Chancen und weiteres Potenzial für die Marke Solingen: „Es gibt einige bekannte Solinger Marken mit Werksverkauf. Der Ansatz der Wirtschaftsförderung Solingen als Factory Outlet City zu positionieren, ist genau richtig. Wenn dieser Ansatz von allen Verantwortlichen unterstützt werden würde, könnte sich das für viele Unternehmen lohnen.“

Solingen-Messe schafft Markenerlebnisse

„Die Solingen-Messe kann uns allen dabei helfen, noch bekannter zu werden. Das ist eine große Chance. Vielleicht waren wir in den Jahren zuvor auch einfach nur etwas zu bescheiden. Möglicherweise pflegt unsere Stadt eine Understatement-Kultur, die ihr nicht wirklich gut tut. Wir sollten lernen, noch entschiedener nach außen zu treten und die Trommel zu rühren. Wir haben viele tolle Marken hier in Solingen und darüber wird viel zu wenig gesprochen. Hier gilt es zuzulegen. Und das ist eine Aufgabe für uns alle“, meint Stefan Schmitz.

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Gesundheit braucht Nähe: Das Klinikum Solingen im Gespräch

Städtisches Klinikum Solingen gGmbH

Gesundheit braucht Nähe: Das Klinikum Solingen im Gespräch

Das Städtische Klinikum Solingen ist mit 1.700 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Klingenstadt. Pro Tag werden hier rund 60.000 Patientinnen und Patienten stationär und ambulant versorgt. Die Klinik bietet ein umfangreiches Spektrum an modernster Diagnostik und Therapie in den verschiedensten chirurgischen und internistischen Fachbereichen. Wer das Städtische Klinikum Solingen als Patientin oder Patient bereits erlebt hat, hat auf der Messe die Möglichkeit, seine Erfahrungen mit den Fachkräften aus den verschiedenen Bereichen auszutauschen. Für alle Besucherinnen und Besucher, die das Klinikum noch nicht kennen, bietet die Solingen-Messe eine informative und erlebnisreiche Plattform, um mit dem Fachpersonal ins Gespräch zu kommen. Über den bevorstehenden Messe-Aufritt sprachen wir mit Hermann-Josef Bökmann, dem Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH.

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Hermann-Josef Bökmann verantwortet als Geschäftsführer des Klinikums die Versorgung von rund 60.000 Patientinnen und Patienten pro Tag.

Herrn Bökmann, welche Themen bringt das Klinikum Solingen mit zur Messe?

Wir präsentieren uns auf der Solingen-Messe mit drei unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Am ersten Messetag informiert das Klinikum über den geplanten Neubau des Funktions- und Bettenhauses am Südwest-Campus. Unter dem Motto „Wir bauen für Ihre Gesundheit“ geben die Betriebsleitung sowie die Vertreter der Fachbereiche, die das neue Gebäude beziehen werden, Einblicke in die künftige räumliche und apparative Ausstattung der Pflegegruppen und Funktionsbereiche. Parallel können sich Besucherinnen und Besucher über die Serviceleistungen des Pflegedienstes informieren, die der Solinger Bevölkerung zur Verfügung stehen. Dazu zählen die onkologische Fachpflege,  die familiale  Pflege, die Angehörige auf Pflegeaufgaben vorbereitet sowie unser palliativmedizinisches Team, das seit knapp einem Jahr Unterstützung im ambulanten Sektor anbietet.

Am Samstag liegt unser Fokus auf dem Thema „Qualität für Ihre Gesundheit“. An diesem Tag stellen sich mehrere Zentren vor, die von verschiedenen medizinischen Fachgesellschaften für ihre Versorgungsqualität anerkannt sind. Die Besucher haben die Möglichkeit, die Leistungen des Endoprothetik-Zentrums, des Überregionalen Traumazentrums und der Akutschmerztherapie kennen zu lernen. Auch das Labor wirkt an diesem Tag mit.

Der Sonntag ist ein „Familientag“, an dem die beiden als „Babyfreundliches Krankenhaus“ ausgezeichneten Fachbereiche Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin ihr Leistungsspektrum für Solingen präsentieren.

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Freundliche Zimmer erwarten die Patienten im Neubau am Südwest-Campus.

Wie wird das Klinikum seine Arbeit auf der Messe „erlebbar“ machen?

Wir wollen mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch kommen. Vielfältige Messungen, Tests, Anschauungsmaterial und Mitmachaktionen werden zur Erlebbarkeit der Medizin an den Messetagen beitragen. Der Messeauftritt gibt uns die Möglichkeit, dem großen Krankenhaus „ein Gesicht“ zu geben und den Leitsatz „Gesundheit braucht Nähe“ mit Leben und Erleben zu füllen.

Welche Ärzte aus welchen Fachrichtungen und mit welchen Kernkompetenzen werden auf der Messe präsent sein?

Vertreten werden die Ärzte und Pflegenden aus den verschiedenen Fachbereichen unter anderem der Anästhesiologie, der Operativen Intensiv- und Palliativmedizin, der Unfallchirurgie, Orthopädie und Neurochirurgie, Kinder- und Jugendmedizin, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Stillberatung, Physiotherapie. Die Fachleute stehen als kompetente Ansprechpartner an allen Messetagen zur Verfügung.

klinikum

Das Klinikum Solingen ist als besonders babyfreundliches Krankenhaus zertifiziert.

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Stadt als Marke weltweit einmalig

Stadt als Marke einmalig - Solingen

Solingen ist die einzige Stadt weltweit, deren Name markenrechtlich geschützt ist! Diesen positiven Umstand verdankt Solingen seiner Schneidwarenindustrie. Seit 2012 besitzt Solingen auch offiziell den Zusatz "Klingenstadt" und zeigt jedem, der nach Solingen kommt, schon auf dem Ortseingangsschild die enge Verbindung der Stadt mit ihren industriellen Wurzeln.

Wie kam es aber zum Schutz des Stadtnamens und was hat Solingen mit "Made in Germany" zu tun? Das erfahren Sie auf unserer Seite www.solingen-like.de. Hier finden Sie viele spannende Informationen rund um die Stadt und Marke Solingen.

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Solingen - seit 1938 geschützt

Das „Gesetz zum Schutz des Namens Solingen“ wurde 1938 verabschiedet und legte fest, dass nur Schneidwaren mit der Bezeichnung „Solingen“ versehen werden durften, die im hiesigen Industriebezirk hergestellt wurden. Mit der Reform des Markengesetzes im Jahr 1994 wurde dieses Gesetz aufgehoben und durch die „Solingen-Verordnung“ ersetzt. Damit ist Solingen die einzige Stadt, deren Name weltweit markenrechtlich geschützt ist!

Schutz Marke Solingen

Auf unserer Seite www.solingen-like.de finden Sie weitere Informationen zu Marke Solingen.

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Lisa Schulze
Projektmanagerin
Grünewalder Straße 29-31,
42657 Solingen

Telefon: +49 212 2494-133
E-Mail: l.schulze@solingen.de

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